• Bild1
  • Bild2
  • Bild3
  • Bild4
  • Bild5
  • Bild6

Gelungener Austausch mit Colchester

Geschrieben von C. Reinhardt.

Auch in diesem Jahr fand der traditionsreiche Austausch zwischen den neunten Klassen der Liebigschule und dem Jahrgang 10 der Colchester County High School for Girls statt. Im März waren zunächst die Gäste aus England in Gießen zu Besuch. Wie immer war die Aufregung groß, als der Reisebus mit den Mädchen auf den Parkplatz rollte. Wie würde die Austauschpartnerin sein? Würde man eine Woche lang miteinander klarkommen? Ein Austausch verlangt ja die Anpassung beider Seiten an eine dem anderen fremde Lebensart.

Auch wenn der Weg auf die Insel gar nicht so weit ist, lebt es sich in Großbritannien anders als in Deutschland – Essensgewohnheiten, Schule, Kultur, eine fremde Familie mit anderen Gewohnheiten – das erfordert ein bisschen Mut. Andererseits macht man wertvolle Erfahrungen. So sagte eine Schülerin auf der Rückfahrt von Colchester: 'Ich bin voll höflich geworden.' Ja, dieses Klischee stimmt: in England entschuldigt man sich tatsächlich, wenn man von jemand anderem angerempelt wird, und man grüßt auch den Busfahrer...

Gutes Wetter und zwei schöne Ausflüge nach Heidelberg und Köln ins Schokoladenmuseum haben sicher dazu beigetragen, dass sich die englischen Schülerinnen bei uns wohlgefühlt haben.

Auch wenn sich der Busfahrer auf dem Hinweg übel verfahren hat, sorgten doch der tolle Sonnenschein und interessante Ausflüge nach Cambridge und Norwich bei der deutschen Gruppe wiederum für eine schöne Woche mit vielen neuen Eindrücken – und der Erkenntnis, dass Engländer wirklich zu jedem Lunch ein Päckchen Chips servieren.

Ach ja, und wir haben in Cambridge ein bekanntes Gesicht getroffen: Christoph Klein, ehemaliger Lio-Schüler, macht dort gerade seinen Doktor der Physik.

Carla Mende erreicht den 3. Platz beim diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Geschrieben von A. Zulauf.

Bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Bundeswettbewerb Fremdsprachen belegte die Liebigschülerin Carla Mende (9b) einen fantastischen 3. Platz. Der Wettbewerb möchte junge Leute ermuntern, ihre Fremdsprachenkenntnisse außerhalb des regulären unterrichtlichen Rahmens anzuwenden und zu verfestigen.Schulleiter Dirk Hölscher beglückwünscht Carla ebenso wie ihr Klassen- und Englischlehrer Andreas Zulauf zu dieser außerschulischen Würdigung.

Gipfelstürmer - ein Bericht des Outdoorkurses

Geschrieben von Maren Arbeiter, Anjuscha Erdmann, Susanna Hack und Madelaine Iwanczuk.

Freitag, 13.05.2016
Freitagmorgen ging es los. Mit dem Bus fuhren wir (um die 40 Schüler und die Lehrer Herr Bromm, Herr Fuchs und Frau Krüger) in Richtung Alpen. Das Ziel der Fahrt sollte eine Jugendherberge bei Oberstdorf im Allgäu sein.Da wir gleich nach der Ankunft gegen drei Uhr loswandern wollten, waren alle im Bus bereits mit Wanderausrüstung, wie Wanderstöcken, -schuhen und einem Rucksack, ausgerüstet.Wir fuhren nämlich gar nicht direkt in die Jugendherberge, sondern wurden direkt aus dem Bus ins kalte Wasser geworfen – wortwörtlich, denn es regnete wirklich.Mit anfänglich noch geringer Steigung führte uns die Wanderung die Starzlachklamm hinauf. Mit der Zeit wurde der Weg jedoch immer schmaler und der Berg immer steiler. Da uns allen ziemlich warm wurde, kam der Nieselregen als Abkühlung eigentlich sehr gelegen. Doch trotz der Anstrengung konnten wir alle die Klamm und das reißende Wasser bewundern und die ersten Fotos schießen.Am Ausgang aus der Klamm, wo die ganze Gruppe eine Pause machte, fiel auch den Letzten auf, was einige schon vorher bemerkt hatten: Während der Wanderung hatte sich uns ein Hund angeschlossen, der keinem von uns gehörte. Trotzdem folgte er uns den restlichen Weg bis zum Bus zurück. Selbst beim Abstieg eine etwas matschige Alm hinunter lief er neben uns her. Es erwies sich wirklich als Herausforderung, wieder den Berg herab zu steigen, ohne auszurutschen und hinzufallen. Die Wanderstöcke waren dabei wirklich hilfreich.Nach etwa zwei Stunden erreichten wir wieder den Bus und konnten bald weiter zur Jugendherberge fahren. Dort angekommen teilten wir uns auf die Zimmer auf. Es gab entweder Sechser- oder Zehnerzimmer. Wirklich schön war, dass es in der Jugendherberge mehrere Gemeinschaftsräume gab, in denen man sich abends noch einmal zusammensetzen und Billard, Tischtennis oder Kartenspiele spielen konnte.

Samstag, 14.05.2016
Am Samstag war die erste größere Tour geplant und bis zum Frühstück waren auch alle guter Dinge, dass alles so laufen sollte, wie geplant... Das war dann nicht der Fall. Während des Frühstücks begann es sehr stark zu regnen und obwohl wir auf Nässe vorbereitet gewesen waren, mussten wir feststellen, dass der Regen in den kommenden Stunden eher noch stärker, als tatsächlich schwächer werden würde. Also beschlossen Herr Bromm und Herr Fuchs, dass wir mit Verspätung aufbrechen würden. Dass wir dann aber erst 3 ½ Stunden später losgingen, damit hatte keiner gerechnet...Nun musste ein Notfallplan her: Wo können wir wandern, ohne dass uns der Regen zu sehr behindern wird? Die Lösung: die Breitachklamm. Die Klamm existiert schon Jahrhunderte lang und nachdem wir eine Weile von der Jugendherberge aus durch die Natur gewandert waren, erreichten wir sie und konnten nur staunen: Der Regen zeigte erst die Schönheit. Während wir über schmale Wege liefen, flossen neben uns riesige Wasserfälle in einen tosenden Strom und die riesigen Felsen rechts und links von uns, ließen uns plötzlich ganz klein aussehen. Nachdem wir die Klamm durchquert hatten, machten wir uns immer weiter auf in Richtung Republik Österreich und kurz nachdem wir die österreichische Grenze überschritten hatten, machten wir unsere erste größere Pause und –was ein Glück- auch der Regen ließ nach und die Sonne zeigte ihr Gesicht. Etwas später kämpften wir dann mit dem ersten größeren Anstieg, nach dem wir eine so lange Pause machen mussten, dass Herr Bromm und Herr Fuchs wieder eine Planänderung vornehmen mussten. Wir wanderten nur bis in das Örtchen Riezlern, wo wir dann die Möglichkeit hatten, Mittag zu essen und auf den Bus zu warten, der uns wieder zurück zur Jugendherberge bringen sollte. Bevor wir zurück an die Jugendherberge fuhren, machten wir noch einen Stopp in Oberstdorf und bekamen ungefähr 45 Minuten Zeit, um uns die Stadt anzuschauen oder im Supermarkt Lebensmittel einzukaufen. Wieder zurück in der Jugendherberge aßen wir dann zu Abend und konnten diesen dann noch mit Kartenspielen oder Tischtennis ausklingen lassen.


Sonntag, 15.05.2016
Obwohl der Regen nicht wirklich nachgelassen hatte, brachen wir Sonntag schon früh auf. Für diesen Tag hatten die Lehrer nämlich eine ganztägige Bergkettentour geplant, welche all unsere Kräfte ausschöpfen sollte. Doch als wir an der Gondel, die uns auf den ersten Gipfel bringen sollte, ankamen, war der Regen in einen Schneesturm umgeschlagen. Obwohl schon nach einigen Augenblicken abzusehen war, dass aus dieser Wanderung trotz guter Ausrüstung nichts werden würde, gaben wir die Hoffnung bis zuletzt nicht auf. Nachdem die Lehrer sich an der Kasse erkundigt hatten, war allerdings endgültig klar, dass an diesem Tag kein Weg auf und über die Gipfel führen würde. Denn dieser war von der Bergwacht wegen Lawinengefahr (30cm Neuschnee) gesperrt worden. Dieses Risiko konnten die Lehrer natürlich nicht verantworten. Ein Alternativprogramm musste her. Wir fuhren also zu einem nahegelegenen Berg namens Grünten. Trotz anfänglich getrübter Stimmung sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite und Regen wurde es eine tolle Wanderung. Ein zunächst leicht ansteigender und dann immer steiler werdender Weg führte uns Richtung Gipfel. Der Anstieg forderte all unsere Kräfte und konnte nur durch eine auf halber Strecke eingelegte Pause und die Aussicht auf ein leckeres Essen auf einer Berghütte am Ende bewältigt werden. Dieses bekamen wir schließlich auch und nachdem alle satt und aufgewärmt waren und das Hüttenflair ausreichend genossen hatten, ging es weiter. Ab dort erwies sich der Weg als noch anspruchsvoller, da es auch hier geschneit hatte und zunehmend kälter wurde. Es hatten zwar alle warme Sachen dabei, trotzdem hatte hiermit wohl keiner gerechnet. Nun gab es zwei Alternativen, die Wanderung fortzusetzen: Entweder um den Gipfel herum oder über den Gipfel. Den Blick und bei einigen die erste Gipfelbesteigung ihres Lebens wollte sich natürlich fast niemand entgehen lassen und alle wurden ausreichend belohnt. Trotz kaltem Wind und etwas diesiger Sicht war die Aussicht fantastisch, es klarte sogar zunehmend auf. Nachdem alle Selfies und Fotos geschossen waren, ging es an den Abstieg. Hier musste man höllisch aufpassen, denn er wurde durch anfänglichen Schnee und schließlich Matsch, der einige Opfer forderte, erschwert. Außerdem ging es teilweise sehr steil auf schmalen Wegen nach unten. Nach einer etwa auf halber Strecke eingelegten Pause, bei der sogar die Sonne hervor kam, erreichten wir schließlich unser Ziel, ein kleines Dorf im Tal, wo uns der Bus und die wenigen Schüler, welche die andere Alternative gewählt hatten, erwarteten. Von dort ging es mit hochgekrempelten von Matsch verschmierten Hosen und müden Gesichtern zurück in die Jugendherberge, in der uns ca. eine Stunde später das Abendessen erwartete.Der Abend blieb uns zur freien Verfügung.

Montag, 16.05.16 - Abreisetag
Nach dem Frühstück mussten die Zimmer gefegt, Mülleimer herausgebracht und die letzten Dinge in den Koffer gepackt werden. Mit dem vollgepackten Bus sind wir dann nach Füssen zu unserer letzten Wanderung gefahren. Unser Ziel sollte eine Überraschung sein und wurde uns erstmal nicht genannt. Angekommen in Füssen wanderten wir durch die Innenstadt und durch einen Wald etwas außerhalb der Stadt auf einen Berg (unseren ersten leichten Aufstieg der Wanderung), von dem wir eine gute Sicht über Füssen hatten. In der Ferne konnten wir nun unser Ziel erkennen: das Schloss Neuschwanstein. Die Überraschung war gelungen! Nach einer kurzen „Fotografier-“ und Essenspause ging es leicht bergab auf schmalen Wegen zum Schwansee, wo wir mit Hilfe der Abiturienten unser Gruppenfoto machten. Nun war die Wanderung bis zum Aufstieg zum Schloss relativ angenehm, denn der Weg war eben und das Wetter spielte mit. Kurz bevor wir zum Schloss aufgestiegen sind legten wir in Hohenschwangau die letzte Pause ein. Die Gruppe teilte sich auf und wir stiegen zum Tor des Schlosses Neuschwanstein auf. Dort hatten wir die Möglichkeit Fotos zu machen. Der Aufstieg zum Schloss war die letzte Hürde, die wir auf der Fahrt nehmen mussten. Wieder am Bus angekommen, nutzten so gut wie alle von uns die Chance, um aus unserer Wanderkleidung herauszukommen und in gemütlichen Jogginghosen die Rückfahrt antreten zu können.

Leichtathletik-Landesentscheid in Kassel am 29.Juni 2016

Geschrieben von U. d´Amour.

Nach dem Sieg beim Regionalentscheid der Leichtathletinnen der Lio im Wettkampf III in Wetzlar war die Anreise ins Kasseler Auestadion diesmal erheblich länger. Zehn Mädchen machten sich auf den Weg, um sich mit den besten Mannschaften Hessens beim Landesentscheid Leichtathletik zu messen. Platz 6 nach den Vorergebnissen schien kaum Hoffnung auf einen Medaillenrang zu machen, zumal zwei Krankmeldungen und eine Verletzung die Mannschaft schwächten.

Den Auftakt im Weitsprung machten Johanna Daus, Flores Weber und Luise Jacobi. Sie erzielten mit ihren Weiten die ersten Punkte für die Mannschaft. Auch der 75-m-Sprint mit Franka Beyer, Annika Lienard und Hannah Weinandt offenbarten die starke Konkurrenz der fünf Mannschaften aus Kassel, Rimbach, Bad Soden-Allendorf, Gelnhausen und Darmstadt. Erst in der dritten Disziplin im Kugelstoßen konnte Vanessa Bork die Zehnmetermarke übertreffen, gefolgt von Katinka Lins und Friedrike Wagner und damit Anschluss an die bis dahin vor der Lio liegenden Schulmannschaften halten. Es war dann der überragende Hochsprung mit Clara Wüsten, Luise Jacobi und Annika Lienard, die die Mannschaft nach vorne katapultierten. Hier konnten Clara mit 1,64 und Luise mit 1,52 Meter Höhe entscheidende Punkte beisteuern. Auch die beiden Handballerinnen Katinka und Vanessa dominierten mit über 50 Meter im Ballwurf die Konkurrenz. Die gleichzeitig im Hochsprung agierende Luise und die mit schneller Anfangsrunde beginnende Johanna Daus liefen guten Zeiten über die 800m, was nach sechs Disziplinen Platz drei bedeutete und damit die Bronzemedaille in greifbarer Nähe rückte. Aber würde die wenig geübte 4x75-Meter-Staffelmit Hannah, Flores, Vanessa und Annika schnell genug sein?

Sie war es! Damit verließen die zehn Mädchen mit der Bronzemedaille das schöne Auestadion in Kassel und fuhren mit den Jungs aus Kirchhain, die sich für Berlin qualifiziert hatten, gemeinsam im Zug nach Gießen zurück. Würde solches vielleicht im nächsten Jahr auch für die Mädchen gelingen ...?

Die Lio zu Besuch in der Ewigen Stadt

Geschrieben von Julia Korda, Ferdinand Hahn, Lars Ruppel und Nils Peppler.

Die Lateinkurse aus der E-Phase der Liebigschule verbrachten vom 10.04. bis zum 16.04.2016 sechs gemeinsame Tage in Rom.

Nach einer achtzehnstündigen Busfahrt voller Vorfreude hatten wir unser Ziel erreicht. In Rom angekommen wurden wir mit sommerlichem Wetter begrüßt, welches uns auch den Rest der Woche begleitete. Trotz der anstrengenden Fahrt machten wir uns direkt auf den Weg, die Stadt zu erkunden, und ließen den ersten Tag mit einem Abendspaziergang zum Trevi-Brunnen ausklingen.

Die Auswahl beim Frühstück war typisch italienisch, sehr überschaubar. Aber dafür waren die Panini im nächsten Supermarkt umso besser. Das hier ausgegebene Geld holten wir durch das Einsparen von Geld für Wasser wieder ein, da man sich an jeder Ecke an öffentlichen Brunnen Trinkwasser abfüllen konnte. In den nächsten Tagen begannen wir auch die italienische Straßenverkehrsordnung zu verstehen: Hupen heißt „ich komme“ und der Schnellere hat Vorfahrt. Nachdem wir diese römischen Grundregeln verstanden hatten, konnten wir uns in den nächsten Tagen den Highlights der Stadt widmen: Wir besuchten die Piazza della Rotonda mit dem zweitausend Jahre alten Pantheon-Tempel, wir folgten den Touristenströmen über die Spanische Treppe und auf die Piazza Navona, wo wir uns den wunderschönen Vier-Ströme-Brunnen genau ansahen, wir besuchten den Petersdom und genossen die phantastische Aussicht über die Stadt von seiner Kuppel aus, die wir über abenteuerliche Treppen bestiegen hatten. Natürlich wandelten wir auch auf den Spuren eines Gaius Julius Caesar und Marcus Tullius Cicero, verbrachten viel Zeit im Colosseum, auf dem Kapitol und dem Forum Romanum, wo man heute noch die antike Bedeutung und Größe Roms erahnen kann.

Bei den meisten Sehenswürdigkeiten wurden informative und interessante Vorträge von unseren Mitschülern gehalten, auch die Lehrer hatten genügend Möglichkeiten, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Einer der amüsantesten Vorträge war aber ganz sicher das Theaterstück der begabtesten Schauspieler aus unseren Reihen, die uns auf der Tiber-Insel, dem grünen Herzen der Stadt, die Ereignisse rund um die Gründung Roms im Jahre 753 v.Chr. in ganz neuem Licht erscheinen ließen.
Insgesamt war die Stimmung sehr gut und wir konnten gemeinsam die facettenreiche Stadt auch abends in unserer Freizeit genießen. Dazu trugen sicherlich auch zahlreiche Eisdielenbesuche bei.

Besonders auf der Rückfahrt hat man gemerkt, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen waren.