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Fotos Anja Schaal www.anjaschaalfoto.de

Für Kinder beginnt »neuer Weg«

Geschrieben von Armin Pfannmüller - Gießener Allgemeine 15.08.2017.

Manuel Lösel begrüßt die neuen Schüler und Eltern der Liebigschule. (Foto: Schepp)

 

Zum Auftakt gab es Musik. Gesang der sechsten Klassen und Klassisches aus »Carmen« vom Vororchester. »Auf in den Kampf« übersetzte Staatssekretär Manuel Lösel, seines Zeichens Musiklehrer, den Titel der Arie aus Bizets Oper. »Das gilt in gewisser Weise auch für euch«, wandte sich Lösel an die 164 neuen Fünftklässler der Liebigschule, die er am Montag im Namen des hessischen Kultusministeriums begrüßte. Aus eigener Erfahrung (Lösels Sohn ist Schüler an der Lio, seine Tochter hat dort vor den Ferien ihr Abitur gemacht) könne er bestätigen, dass es an der Liebigschule »um mehr als nur um Bildung geht«. Die werde an dem Gymnasium selbstverständlich auch umfassend vermittelt, zugleich werde das Leitbild der Lio »tatsächlich gelebt«.

Daran, »dass man hier nur Kinder und Jugendliche mit einer unheimlich guten Kinderstube antrifft, hat die Schule großen Anteil«, sagte der Staatssekretär und schloss seine Ansprache mit einem Appell an die Eltern: »Bleiben oder werden Sie entspannt!«

Zuvor hatte Lio-Schulleiter Dirk Hölscher den neuen Fünftklässlern »schöne, spannende und interessante Momente« gewünscht. »Für euch beginnt jetzt ein neuer Weg«, auf dem die Kinder viele bisher unbekannte Menschen und auch neue Freunde kennenlernen. Stellvertretend für die knapp 100 Kollegen stellte der Direktor den 164 Schülern, die in sechs Klassen unterrichtet werden, die Sekretärinnen und Hausmeister der Schule namentlich vor.

Dass zu den Schülerzahlen – 87 Mädchen und 77 Jungen aus 32 Grundschulen bilden die sechs fünften Klassen – immer auch Gesichter gehören, bekräftigte Gerald Moos. Der Koordinator der Jahrgänge fünf bis sieben freute sich auf den »schönen Moment, diese Gesichter jetzt auch kennenzulernen«.

 

Hoher Besuch zum Schuljahresbeginn an der Gießener Liebigschule

Geschrieben von GIESSENER ANZEIGER - (ee) vom 15.08.2017.

Prominenter Gast: Staatssekretär Manuel Lösel. Foto: Wißner

 

GIESSEN - (ee). Hoher Besuch zum Schuljahresbeginn an der Liebigschule: Staatssekretär Dr. Manuel Lösel schaute bei der Einschulungsfeier der Fünftklässler vorbei. Schulleiter Dirk Hölscher begrüßte 164 neue Schüler, wobei er darauf verwies, dass davon 82 aus der Stadt und 82 aus dem Landkreis kommen und damit im Verhältnis 50:50 statt wie einst 70:30 zugunsten der Stadt.

"Heute ist für euch ein ganz besonderer Tag: Ein neuer Weg beginnt", griff Hölscher die Worte aus dem vorausgegangenen Gottesdienst auf und versicherte den neuen Schülern, dass diese "ab heute Gymnasiasten der Liebigschule sind - und wenn alles gut läuft, werdet ihr neun Jahre eures Lebens hier verbringen". Humorvoll ging es Lösel an: Er gestand, dass er sich einst selbst einmal an der Liebigschule als Lehrer beworben habe, aber diese schon mit hervorragenden Musiklehrern besetzt war, sodass es für ihn nicht gereicht habe. Seine Kinder hätten dagegen die Schule besucht und deshalb wisse er auch, dass an dieser Schule der Fokus nicht nur auf der Bildung liege. "Es geht um mehr und dieses Mehr wird an der Liebigschule besonders gepflegt. Der Aspekt der Wertschätzung wird hier gelebt", betonte der Staatssekretär im Kultusministerium, um den Fokus des Tages auf die 87 Mädchen und 77 Jungs zu richten, die nun in sechs fünften Klassen an der Liebigschule unterrichtet werden.

Diese seien vor sechs Wochen noch an relativ kleinen Schulen gewesen und würden nun an der Liebigschule mit ihren 96 Lehrkräften und aktuell 1225 Schülern eine Abenteuerreise starten und auf diese solle man sich mit Mut einlassen und auch auf die Lust etwas Neues zu entdecken. Schmunzelnd habe er dabei das von Dr. Jörg Abel ausgewählte und vom Vororchester gespielten Marsch aus der Oper "Carmen" von Georges Bizet zur Kenntnis genommen, wo es denn auch heiße " "Auf in den Kampf". Doch es werde an der Liebigschule keineswegs ein Kampf, versicherte Lösel und sprach bei der gelungenen Musikauswahl "von einem typischen Abel".

Allerdings war Lösel auch nicht mit leeren Händen gekommen, sondern überreichte in guter Tradition sogenannte "Schulstarter-Taschen", die von den Klassenlehrern an die Fünftklässler übergeben wurden. Diese waren mit Schulheften, einem Stundenplan, verschiedenen Stiften oder Büchern gefüllt. Abgerundet wurde die Einschulungsfeier mit einem von Michael Zarniko geleiteten Stück des Vororchesters und den vom Chor der Klassen 6 unter Peter Schmitt gesungenen Liedern "Horch, was kommt von draußen rein", "Klassenkamerad" und "Pommes, Ketchup und Wiener" sowie einem Theaterstück "Schule-Soft".

 

„Werther“ goes documenta

Geschrieben von Dr. S. Regin.

Unterrichtslektüre der E-Phasen Teil des Kunstwerks „Parthenon der Bücher“ in Kassel

Dass Goethes „Werther“ nicht nur ein ewig leidender, vor Liebe zu seiner Lotte vergehender Spinner war, sondern Goethes Erfolgsroman zur Zeit des Sturm und Drang enormen politischen und gesellschaftskritischen Zündstoff enthielt, das haben die Schülerinnen und Schüler der E-Phase EA und ED bereits im Unterricht erfahren. Was allerdings sonst noch dazu führte, dass der Roman zeitweise sogar verboten war, das haben die beiden Klassen von Frau Jäkel und Frau Dr. Regin kurz vor den Ferien am Schauplatz des Romans Wetzlar bei einer Führung durch das Lotte-Haus erfahren. Die Goethe-Expertin Katharina Lehnert-Raabe zeigte mit großer Kenntnis und einem reichen Schatz an Anekdoten rund um Goethes Zeit in Wetzlar die politische und gesellschaftskritische Brisanz des Werkes.
Anlass genug, ein Exemplar der Lektüre mit den Unterschriften sämtlicher Schülerinnen und Schüler nebst amerikanischer Gastschüler zur documenta 14 zu schicken. Dort nun ist das kleine gelbe Reclam-Büchlein der Lio-Schüler Teil des überwältigenden und brachialen Kunstwerks der Künstlerin Marta Minujin „Parthenon der Bücher“ auf dem Kasseler Friedrichsplatz. Der inzwischen schon ziemlich vollständige Tempel besteht aus verbotenen Büchern aus sämtlichen Epochen und Ländern der Welt in der Größe des Parthenon auf der Athener Akropolis. Wer sich noch aufmacht nach Kassel, dem wünschen die Klassen EA und ED viel Erfolg und interessante Einsichten beim Suchen vor Ort nach dem Gießener Beitrag...

Schüleraustausch mit Confolens

Geschrieben von Paula Graff und Jule Hattig, 9d.

Vom 10.05.2017 bis zum 18.05.2017 fand erstmalig der Schüleraustausch mit Confolens im Département Charentes statt.
Insgesamt waren es 24 deutsche Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe, die am Austausch teilnahmen. Diese waren auf drei Schulen aufgeteilt: Collège Noël Noël, Lycée Émile Roux und Collège Jean de la Quintinie.
In der Woche unternahmen wir viele Ausflüge: Wir besuchten zum Beispiel das Aquarium in La Rochelle und das Comicmuseum in Angoulême. Außerdem gingen wir zusammen mit den Austauschschülern in einen Kletterwald.
Ansonsten hatten wir viel Zeit, den Alltag unserer Austauschpartner mitzuerleben.
Dadurch lernten wir einige Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich kennen. Zum Beispiel frühstückt man in Frankreich nicht viel, allerdings gibt es sehr große Mittag- und Abendessen, die immer aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert bestehen. Dazu gibt es immer Baguette. Ein weiterer Unterschied ist, dass man in den Pausen kaum etwas bis gar nichts isst, dafür aber in der Mittagspause in die Schulkantine geht und dort ein komplettes Mittagessen bekommt. Das Essen in der Schulkantine fanden wir sehr lecker.
Darüber hinaus war es für uns ungewohnt, dass man, wenn man das Schulgelände betreten möchte, ein Heft vorzeigen muss, in dem steht, dass man auf diese Schule geht. Die ganze Schule ist umzäunt. Der Unterricht dauert immer bis 17 h - außer am Mittwoch, da ist er bereits um 12:10 zu Ende.
Für uns war es eine echt schöne Erfahrung und wir würden jederzeit noch einmal teilnehmen.

Lio meets Senegal

Geschrieben von C. Hahn.

Gleich zwei Mal bekamen es Senegalesen im letzten Schuljahr 2016/2017 mit der Liebigschule zu tun – und umgekehrt!

Am 2. April besuchte Frau Claudia Hahn im Rahmen ihrer Senegalreise die Grundschule El Hadji Iba SENE. Diese staatliche Schule liegt in Pikine, einem Vorort der Hauptstadt Dakar. Der Kontakt wurde von Mayemouna GAYE hergestellt, die seit vielen Jahren in Gießen lebt und Tanzkurse gibt, aber auch in jedem Jahr ein paar Monate mit ihrer Familie in Dakar verbringt.

Alle Kinder müssen im Senegal sechs Jahre in die Schule gehen. In einer Gesellschaft, in der das Durchschnittsalter 19 Jahre beträgt, werden für viele Kinder Plätze in Schulen benötigt. Die Ecole El Hadjii Iba SENE wird von 1420 Schülerinnen und Schülern besucht, das sind etwas weniger Kinder und Jugendliche, die in die Liebigschule gehen. Allerdings gibt es in der sengalesischen Grundschule nur 16 Klassen und 20 Lehrkräfte, die die Kinder in zwei Schichten unterrichten. Trotzdem sind pro Schicht noch mindestens 80 Kinder in einer Klasse!

Es fehlt an vielem: Saubere Toiletten müssen gebaut, Schreib- und Studienmaterial und Schulkleidung müssen gekauft werden. Der Schulgarten soll verschönert werden.

So freuten sich die Schulleiterin Mame Khardiata TOURE und der Lehrer Amadou GAYE so wie seine Kollegen und die Elternvertreter über eine Spende von ca. 400€ aus dem Abigottesdienst 2016, die Frau Hahn überbringen konnte.

Die Vertreter der Ecole El Hadji Iba SENE wünschen sich sehr, den Kontakt zu unserer Schule zu halten und im Austausch zu bleiben.

In der letzten Schulwoche waren ungewohnte Klänge aus dem B-Haus zu hören. 16 Siebtklässler trommelten und tanzten während der Sport und Bewegungstage zusammen mit Nago und Sidy Koité (Berlin), Nagolino (Chur, Schweiz) und Pape Thiuone (Essen).

Am Montag früh beäugten sich Schüler und Schülerinnen und die Musiker und Tänzer noch etwas müde, aber das Eis war sehr schnell gebrochen. Schon nach 2 Stunden tanzten die 4 Jungen und 12 Mädchen mühelos und locker, begleitet von Livemusik, den ersten Teil einer schönen Choreographie von Nago.

Pape Thioune begeisterte die Kinder mit seiner Energie anschließend fürs Trommeln und es entstand ein tolles Arrangement mit Sologesang (Jouline Walter und Nelly Riedel) und Percussionbegleitung.

Schnell war klar, dass die Erfolge von zwei Tagen Tanzen und Trommeln mit der Schulgemeinde geteilt werden sollten. Die letzten Stunden vergingen dann wie im Flug mit Proben, Tänzen und Gesprächen über das Zusammenleben der Kulturen und Gott und die Welt.

Nago, Sidy, Nagolino und Pape kommen ursprünglich aus dem Senegal (Dakar und Mbour), leben und unterrichten schon lange in Europa und sind es gewohnt, sich in beiden Kulturen zu bewegen. So gab es neben dem Spaß an Tanz und Musik auch spannende Gespräche.

Am Mittwoch in der zweiten großen Pause war es dann endlich so weit, viele Zuschauer und Zuschauerinnen kamen in die Cafeteria und ließen sich von einer „Multikultiaufführung“ begeistern. Ein russisches Volkslied, amerikanische Popmusik und ein traditionelles Lied aus dem Senegal, von allen zusammen auf Wolof gesungen, kamen genauso gut an wie die Begleitung auf Djembé und Basstrommeln. Zuerst führte die Projektgruppe ihren Tanz vor und am Ende wurden alle eingeladen, mitzutanzen. Die Show endete in einer ausgelassenen, afrikanischen Polonaise durch die Cafeteria.

Eine großzügige Spende des Fördervereins der Liebigschule ermöglichte es uns, dieses besondere Projekt durchzuführen. Herzlichen Dank dafür!

Vielen Dank auch an alle Musiker/innen und Tänzer/innen für drei tolle Tage!