Berichte MINT

Berichte aus den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT)

Große Bühne für kleine Forscher

Geschrieben von : Gießener Allgemeine Zeitung vom 08.03.2019.

(Foto.Gießener Allgemeine vom 8. März 2019)

Wie kann man auf dem Mars überleben? Wie können Roboter in der Landwirtschaft eingesetzt werden? Sind Bioplastiktüten sinnvoll und wie entsteht eigentlich Wind? Antworten auf diese und andere Fragen gaben Schüler aus der Region am Mittwochabend im Hörsaal der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Bei der 7. Mittelhessischen MINT-Nacht präsentierten die kleinen Forscher eigene Experimente und Recherchen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik, kurz MINT. Auf großer Bühne stellten sie sich dem Urteil einer Fachjury aus Professoren der Gießener Hochschulen sowie Vertretern der Wirtschaft und dieser Zeitung.
»Als ich in den Ferien in Island war, wunderte ich mich über die regelmäßig Form der Basaltsäulen. Die kannte ich von Bienenwaben«, sagte die elfjährige Rebecca Riebeling und zeigte ein Urlaubsfoto von sich mit der Steinformation. Daraufhin stellte sie Berechnungen an und fand heraus: Wenn man eine Fläche lückenlos füllen will, ist das Sechseck am effizientesten, da es eine Fläche mit dem geringsten Umfang füllt. Dafür kürte sie die Jury einstimmig zur Besten aus den Klassen fünf bis sieben. »Sie hat sich mit einem komplexen mathematischen Problem beschäftigt«, sagte Juror und Professor Andreas Vorholzer (Physikdidaktik, Justus-Liebig-Universität, JLU). »Ihr Vortrag war die perfekte Balance aus Fachwissen und Unterhaltung.«
Es dampfte, stürmte und funkte im Hörsaal der THM, während insgesamt 27 Schüler der Klassen fünf bis zehn ihre Versuche, Vorträge und Videos in je zehn Minuten vorführten. Vertreten waren die Gesamtschule Gießen-Ost, das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium und die Liebigschule Gießen sowie die Theo-Koch-Schule Grünberg und die Weidigschule Butzbach – alle Veranstalter des Abends.
»Es ist wirklich schwierig, die ganzen tollen Beiträge zu bewerten«, sagte THM-Professorin Katja Specht. Auch JLU-Professor Siegfried Schindler, der die spektakuläre Weihnachtsvorlesung der Chemie veranstaltet, sagte: »Ich habe hier teilweise bessere Vorträge gesehen als auf einer Fachtagung.«
Unter den Schülern der Klassen acht bis zehn machte Elin Bender das Rennen. Die Achtklässlerin hatte untersucht, wie Metalle bei unterschiedlichen Umwelteinflüssen korrodieren. Die Jury überzeugte sie durch ihr aufwendiges Experiment, bei dem sie Nägel mit künstlichem Meerwasser besprüht hatte und im Heizungskeller, im Freien und unter Dach kontrolliert rosten ließ.
Zu gewinnen gab es Geldpreise von 40, 60 oder 80 Euro, zwei Sonderpreise (siehe Kasten) sowie Kinokarten und eine Urkunde für alle Teilnehmer. Als Sponsoren wirkten die Unternehmen Schunk (Heuchelheim) und Bender (Grünberg) sowie die THM und die JLU mit und stellten zudem Jurymitglieder.
Der Spaß an den Fächern stehe im Vordergrund der MINT-Nacht und nicht der Wettbewerb der einzelnen Schüler oder der Schulen, betonten die Veranstalter. Spaß, Ideenreichtum und Sachverstand sprühten am Mittwochabend bei den 16 Präsentationen nur so durch den Hörsaal. So zum Beispiel, als die Sechstklässlerinnen Lara Cathleen Weichert und Juliane Bauer ihren selbst gebauten Vulkan verkleidet als Professorin und Reporterin hochgehen ließen. Durchhaltevermögen zeigte Siebtklässlerin Irene Bremer, die wochenlang im Garten experimentiert hatte, um die Haltbarkeit verschiedener Bioplastiktüten zu testen.
»Es ist schon etwas Besonderes, sich so früh mit Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen«, sagte Jens Crombach, Jurymitglied und Ausbildungsleiter bei der Firma Schunk. »Ich würde mich freuen, wenn das unsere Auszubildenden von morgen sind.«

Erste Runde der Internationalen Junior Science - Olympiade erfolgreich beendet

Geschrieben von Dr. S. Schmitt.

Das Bild zeigt Schulleiter Dirk Hölscher (ganz rechts) und Frau Dr. S. Schmitt (direkt davor) mit einigen der Preisträgern mit ihren Urkunden. Die Schulsiegerin Runa Steinmüller ist die 4. von rechts.

WER FINDET DAS GELBE VOM EI?
Das war das Motto der 1. Runde, bei der es um experimentelle, aber auch um theoretische Bearbeitung aus dem Themenbereich „Eier“ ging, mit dem die Schülerinnen und Schüler im Alltag oft in Kontakt kommen, ohne sich darüber tiefergehende Gedanken zu machen. Die jungen Forscher beschäftigten sich mit Recherche und Experimenten zu physikalischen, biologischen und chemischen Fragen rund um das Thema Eier. Es ging beispielsweise und die Herstellung von „Flummi-Eiern“, Unterschiede von Eiern verschiedener Tierarten, den Frische-Test von Eiern, die Wirkungsweise von Elmex-Gelee und die Veränderung der Eier bei verschiedenen Kochzeiten etc. Hierbei wurden besonderen Wert auf die Naturwissenschaftliche Arbeitsweise, die Dokumentation inkl. Fotos und die Auswertung der Versuche inkl. Literaturrecherche gelegt.
Bereits zum 16. Mal wird die Internationale Junior Science - Olympiade (IJSO) vom Leipniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gefördert. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 7, 8, 9 und 10. Es handelt sich um einen experimentellen und theoretischen Wettbewerb der die Fächer Biologie, Chemie und Physik umfasst. Die IJSO ist ein Wettbewerb für jüngere Schüler zur Vorbereitung auf spätere naturwissenschaftliche Olympiaden für die Oberstufe, wie die Physik-Olympiade (IPhO) die Chemie-OIympiade (IChO) und die Biologie-Olympiade (IBO). Die IJSO selbst ist dabei fächerübergreifend über alle Naturwissenschaften.
In diesem Wettbewerbsjahr haben in Deutschland etwa 5270 Schülerinnen und Schüler aus allen 16 Bundesländern die Aufgaben der ersten Runde bearbeitet und 1060 von ihnen haben sich mit der erfolgreichen Bearbeitung für die nächste Runde – die Quizrunde - qualifiziert. Siebzehn Schülerinnen und Schüler der Liebigschule, die größtenteils den MINT-Wahlunterricht in der Klasse 9 oder 10 belegt haben oder die Experimente und Ausarbeitungen zu Hause durchgeführt haben, haben an der ersten Runde der IJSO 2019 teilgenommen. Sie erhielten jetzt die Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme aus der Hand von Schulleiter Herrn Dirk Hölscher, der sich für ihr Engagement bei den Schülerinnen und Schüler bedankte und den olympischen Gedanken bei diesem internationalen Wettbewerb betonte. Betreut wurde die Gruppe von ihrer Lehrerin Frau Dr. Sigrid Schmitt. Drei Schülerinnen – Runa Steinmüller (10c), Celine Eidmann Jule Hattig (10d) – haben sich für die Quiz-Runde qualifiziert und haben mehr als 64 der möglichen 90 Punkte erreicht. Den Schulsieg erlangte hierbei Runa Steinmüller. Die Aufgaben in dieser Runde werden demnächst in einer 45 Minütigen Klausur von den Schülerinnen bearbeitet und die Ergebnisse an die Wettbewerbsleitung geschickt. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und hoffen, dass sie in die zweite Runde kommt! Das internationale Finale findet dieses Jahr in Katar statt.
Den Schülerinnen und Schülern hat die Teilnahme an diesem Wettbewerb und die Bearbeitung der sehr alltagsnahen Themen großen Spaß gemacht. Wer nächstes Jahr Interesse an der Teilnahme hat, kann sich gerne nach den Herbstferien an Frau Dr. Schmitt wenden, die LIO experimentiert AG besuchen oder den Wahlunterricht „MINT“ wählen, wenn sie/er in die 9. Klasse kommt. Auch die Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr teilgenommen haben, können nächstes Jahr wieder dabei sein und von ihren Erfahrungen in diesem Jahr profitieren.

Lio Schüler beim HEUREKA! Wettbewerb Mensch und Natur

Geschrieben von A. Schott.

Die Preisträger des Heureka Wettbewerbs - Mensch und Natur

Beim letztjährigen HEUREKA! Wettbewerb Mensch und Natur 2018 waren Schülerinnen und Schüler der Liebigschule Gießen sehr erfolgreich. Aus 15 Bundesländern nahmen insgesamt ca. 35.000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3-8 an dem Wettbewerb teil. Die Fragen haben den Jahrgangsstufen entsprechend unterschiedliche Anforderungsniveaus, wobei insgesamt 180 Punkte erreichbar sind. Es werden Fragen sowohl zum Thema „Mensch und seine Umwelt“ als auch zu Tieren und Pflanzen gestellt. In einem weiteren Teil sind chemische, physikalische Themen sowie Fragen zu Technik und Fortschritt enthalten. Dabei fragt der Multiple Choice Test nicht rein abrufbares Wissen ab. Vielmehr müssen die Schülerinnen und Schüler z.T. erworbenes Wissen anwenden können, um die Aufgaben zu lösen. Des Weiteren brauchen sie neben dem in der Schule erlernten Wissen, ein breites naturwissenschaftlich-technisches Allgemeinwissen, das nicht nur in der Schule erworben werden kann.
Insgesamt haben in dieser Runde 107 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7 der Liebigschule am 45-minütigen Wettbewerb teilgenommen. Dabei erreichte Yasmin Hisir aus der Klasse 6 als Beste mit hervorragenden 164 Punkten den 2. Platz landesweit in ihrer Wettbewerbskategorie, ein toller Erfolg! In der Jahrgangsstufe 7 belegte Jakob Hildebrand den 3. Platz mit 154 Punkten unter allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der Wettbewerbskategorie in Hessen. Mit besonderen Preisen wurden, neben den Landesplatzierten, auch die drei besten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6 und 7 prämiert (siehe Bild). Alle Teilnehmer erhielten zudem mit einem Wissensquartett und einer Teilnehmerurkunde eine schöne Erinnerung an den Wettbewerb.

Volle Punktzahl beim Informatik-Biber!

Geschrieben von Christopher Bräuer.

373.406  Kinder und Jugendliche sind beim Informatik-Biber 2018 an den Start gegangen. Die Lio war mit den Informatk-WPU-Kursen dabei und gleich vier Teilnehmer haben den ersten Platz belegt - und dies mit der Höchstpunktzahl von 180 Punkten!

Sieger Biber 2018

Eingerahmt von Herrn Hölscher und ihrem Lehrer Herrn Bräuer stehen die vier Preisträger Ruben Zielinski, Talha Kara, Jannis Weber und Kyril Schmitz. Herzlichen Glückwunsch!

Es sind vor allem die Aufgaben, die den Informatik-Biber so attraktiv machen. 40 Minuten stehen den Schülerinnen und Schülern für 15 Fragestellungen zur Verfügung. Die Themen sind lebensnah und aktuell, die Bearbeitung vielfach interaktiv. Der Informatik-Biber weckt nicht nur das Interesse am Fach, sondern ist für viele Schülerinnen und Schüler auch der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit Informatik.