Berichte MINT

Berichte aus den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT)

33 Junior-Ingenieur-Akademie (JIA-)Zertifikate verliehen

Geschrieben von Dr. S. Schmitt.

An der Liebigschule setzt mit der Junior-Ingenieur-Akademie im MINT-Wahlunterricht (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) der Klassen 9 und 10 ein Konzept an, das den schulischen Unterricht um Praxisphasen in Universitäten und Betrieben erweitert.

Ziel der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA), einem Modell der Deutsche Telekom Stiftung, ist es, junge Menschen für das Berufsbild des Ingenieurs und Wissenschaftlers zu interessieren, ihnen Orientierung zu bieten und den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern, aber auch die individuellen Kompetenzen zu fördern. Die Liebigschule ist bereits seit 2010 JIA-Schule,  zu dem Netzwerk mittlerweile in Deutschland 99 Schulen gehören.

An der Liebigschule wurden im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie 2017-2019 vier Themenfelder behandelt, die jeweils ein halbes Schuljahr unterrichtet wurden. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich fächerübergreifend mit den Themen Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika und Gentechnik (Biologie und Chemie) und mit dem Bau und der Programmierung von LEGO- Mindstorms Robotern sowie Arduino basierten Mess- und Regelschaltungen (Physik und Informatik) und konnten ihre MINT-Kompetenzen erweitern. In den zwei Jahren wurden sie in drei parallelen Kursen vom Stellvertretenden Schulleiter Herrn Joachim Sieben und von Frau Dr. Sandra Karl und Frau Dr. Sigrid Schmitt unterrichtet. Die Projekte boten Raum für selbstständiges und experimentelles Arbeiten sowie für das fächerübergreifende Lernen. Betriebliche und wissenschaftliche Experten wurden in das Projekt eingebunden und übernahmen den Unterricht. Außerdem haben die SchülerInnen an Wettbewerben wie der Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO) und Chemie mach mit teilgenommen und die  Mittelhessische MINT-Nacht besucht.

Partner der Junior-Ingenieur-Akademie an der Liebigschule von Seiten der Wissenschaft und Hochschulen waren das Schülerlabor Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen, das Hessische Landeslabor und die Robotikabteilung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Zu den Partnern aus der Wirtschaft gehörten die Firma PASCOE Naturmedizin und die Apotheke am Ludwigsplatz in Gießen.

Aus diesem Grund erhielten 33 Absolventen der JIA für den besuchten Unterricht von 2017-2019 ihre Zertifikate aus den Händen von Schulleiter Herrn Dirk Hölscher und einer der MINT-Lehrerinnen Frau Dr. Schmitt. Das Foto zeigt die Schülerinnen und Schüler, die mittlerweile die E-Phase der Schule besuchen.Erfreulicherweise haben sich viele von ihnen erneut für den Wahl-Profilkurs MINT in diesem Schuljahr entschieden.

Elf MINT-EC-Zertifikate an der LIO verliehen

Geschrieben von Dr. S. Schmitt.

Am 13.6.19 wurden zum zweiten Mal an der Liebigschule im Rahmen der Abiturfeier in der Kongresshalle MINT-EC-Zertifikate an elf Schülerinnen und einen Schüler verliehen. Das MINT-EC- Zertifikat wird auf Antrag zusammen mit dem Abiturzeugnis an Schülerinnen und Schüler vergeben, die im Laufe ihrer Schulzeit kontinuierlich über den Unterricht hinaus besondere Leistungen in den MINT-Fächern erbracht haben. Je nach erbrachter Leistung wird das Zertifikat mit Erfolg oder mit besonderem Erfolg oder mit Auszeichnung verliehen.

Angesichts der wachsenden Zahl von Schülerinnen und Schülern mit herausragenden Leistungen und Engagement in den MINT-Fächern ist es folgerichtig, dass in Schulen MINT-Schülerzertifikate entwickelt und eingeführt werden, um diese Leistungen in Ergänzung zum Abiturzeugnis angemessen zu dokumentieren und zu würdigen. Die Erfahrung zeigt, dass spürbare Wertschätzung dazu beiträgt, die Motivation und das Engagement und damit auch die Leistungen von Schülerinnen und Schülern zu steigern.

Bei der Vergabe des Zertifikates werden drei Anforderungsfelder berücksichtigt: Fachliche Kompetenzen in den MINT-Fächern der SII: Hier werden die Ergebnisse der Grund- und Leistungskurse der Q-Phase in den MINT-Fächern berücksichtigt. Fachwissenschaftliches Arbeiten im MINT-Bereich der SII: Fachwissenschaftliche Arbeiten oder die Teilnahme am Jugend forscht Wettbewerb oder vergleichbarer Wettbewerbe werden hier dokumentiert. Zusätzliche MINT-Aktivitäten in der SI oder SII: Teilnahme an Wettbewerben, Wahlunterricht im MINT-Bereich der SI, Berufspraktikum mit MINT-Bezug, Vorträge bei der MINT-Nacht oder die Teilnahme an MINT-Camps werden in diesem Bereich berücksichtigt.

„Mit Auszeichnung“ erhielten das Zertifikat Shirin Mulch, Madeleine Woisin, Tamara Nink, Janka Lepper, Christian Knoth, Anne Lotte Schneier. Über das Zertifikat „Mit besonderem Erfolg“ freuten sich Sarah Matheja, Inga Lene Schneider, Maya Neuhäuser, Florian Czerney und Nele Rothhardt. 

„Es ist sehr erfreulich, dass das Zertifikat an der Liebigschule in der gesamten Schulgemeinde bekannter wird und zunehmend Schülerinnen und Schüler dies erwerben wollen“, so Dr. Sigrid Schmitt, die MINT-EC-Koordinatorin der Schule.

Das Foto zeigt die Zertifikatsempfängerinnen und Empfänger bei der Vergabe in der Kongresshalle mit Dr. Sigrid Schmitt

MINT-Projekttage 2019

Geschrieben von Markus Ketter.

 Minttage

Vom 17.-19.06 fanden für den Jahrgang 8 die diesjährigen MINT-Projekttage mit einem sehr vielfältigen und spannenden Angebot statt. So war die Projektgruppe "mit dem Rad in die Natur" drei Tage mit dem Rad im Gießener Umland unterwegs, besichtigte das Auswilderungsprojekt der Przewalskipferde und lernte Naturschutzgebiete sowie verschiedene Formen erneuerbarer Energien kennen.

Im Projekt „Arduino und 3D-Druck“ wurde gesteckt, verdrahtet, programmiert und mit dem Computer gezeichnet. Es leuchtete, blinkte und piepste, während Alarmanlagen, Bewegungsmelder, intelligente Ampelanlagen und einiges mehr entstanden. Einige der gezeichneten Objekte konnten gedruckt und mit nach Hause genommen werden. Ebenfalls programmieren konnten Schüler beim Projekt „Robotik“. Die selbstgebauten Legoroboter reagierten auf Töne, Licht und Gegenstände. An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) gab es einen Crash-Kurs zum Arduino, gefolgt von einem Besuch der dortigen Roboter-AG. Medizinisch wurde es bei den beiden Projekten „Schüler retten Leben“ und "Physik in der Medizin". Im letztgenannten Projekt wurde viel zu den Themen Röntgenstrahlung, Radioaktivität sowie Ultraschall experimentiert und über die bildgebenden Verfahren in der Medizin gelernt. Am Mittwoch besuchte die Gruppe das Medizinischen Lehrzentrum der JLU. Dort konnten die Schülerinnen dann selbst mit den Ultraschallgeräten arbeiten, an denen sonst die angehenden Mediziner ihren "Sonokurs" absolvieren. In dem Projekt „Schüler retten leben“ beschäftigten sich die Teilnehmer damit, was bei einem Atem- und Kreislaufstillstand zu tun ist. Reanimation und der Umgang mit einem AED (Automatisierter externer Defibrillator) standen ebenso auf dem Programm wie die wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe. Im Simulationszentrum der UKGM der Universität Gießen konnten die Schüler das Gelernte an Puppen, die über Computermonitore Rückmeldung zu ihrem Tun gaben, anwenden. Die Simulation eines Rettungseinsatzes durch die Mitarbeiter des Simulationszentrums, war für die Schülerinnen und Schüler besonders eindrucksvoll.

Herzlichen Dank an die Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe für die Durchführung dieses spannenden Projektes. Weitere Projekte waren „Bienen und Imkern“, „Kosmetik und Chemie“, „Wir machen Pause“(gesunde Ernährung), „Fridays for Future - was geht mich das an?”, „Reise durchs Universum: Sonnensystem-Galaxie-Kosmos“ sowie „3D-Design: Erschaffen, Animieren, Drucken“.

Feuerlöschen mit Feuerlöschsprays – kinderleicht? Liebigschüler unter den 20 besten Schülerteams bei „Jugend testet 2019“

Geschrieben von Dr. Sigrid Schmitt.

Das war das Thema der Arbeit, die Moritz Karl und Lucas Schott (beide 7a) beim Wettbewerb „Jugend testet 2019“ der Stiftung Warentest eingereicht haben. Dabei haben sie getestet, ob Feuerlöschsprays bei einem Entstehungsbrand hilfreich sind. Diese Frage haben sie in drei Kategorien unterteilt: 1. Ihre Handhabbarkeit, 2. Die Reichweite der einzelnen Feuerlöschsprays,  3. Die Brandklassen und Löschdauer. Sie haben Produkte drei verschiedener Hersteller getestet, es handelt sich dabei um den Prymos Feuerlöschspray Haushalt und Küche, ABUS Feuerlöschspray Haushalt und Wohnung und F-Exx 8.0 Bio. Die Versuche wurden in Kooperation mit der Feuerwehr Leihgestern durchgeführt, um den Brandschutz zu gewährleisten.

Ein wichtiges Ergebnis war: Das Löschen von Entstehungsbränden ist mit allen drei Feuerlöschsprays möglich aber nicht kinderleicht. Der Umgang mit den Feuerlöschsprays sollte geübt werden und beim Kauf eines Feuerlöschsprays sollte man auf die Zertifizierung und die angegebenen Brandklassen achten.

In diesem Wettbewerbsjahr haben in Deutschland 1977 Schülerinnen und Schüler aus allen 16 Bundesländern teilgenommen. Die beiden Liebigschüler aus der 7. Klasse haben es dabei unter die 20 besten Teams deutschlandweit geschafft. Das ist ein toller Erfolg! Sie erhielten dafür eine Urkunde, ein kostenfreies Jahres-Abo der Zeitschrift test und ein Holzlineal. 

Den beiden Schülern hat die Teilnahme an diesem Wettbewerb und die Bearbeitung des selbstgewählten Themas großen Spaß gemacht. Wer nächstes Jahr Interesse an der Teilnahme hat, kann sich gerne nach den Herbstferien an Frau Dr. Schmitt wenden, die LIO experimentiert AG besuchen oder den Wahlunterricht „MINT“ wählen, wenn sie/er in die 9. Klasse kommt. Auch die Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr teilgenommen haben, können nächstes Jahr wieder dabei sein und von ihren Erfahrungen in diesem Jahr profitieren.