Berichte Musik

Berichte über Aktivitäten im Schwerpunkt Musik

Rückblick auf das Musikjahr 2013

Geschrieben von Sabine Schuppe.

Ein musikalisch reiches 2013 liegt hinter uns – wir schauen zurück:

Alle Augen waren auf den Himmel gerichtet – hält das Wetter? Die Wetterprognosen für das große Jubiläumskonzertes der LiebigBand auf dem Schiffenberg waren denkbar schlecht, aber der Wettergott war den 120 Akteuren, darunter viele Ehemalige, die selbst weite Wege nicht gescheut hatten, um mitzumachen, wohlgesonnen: . Nach einem fünfstündigen fulminanten Programm überraschten die Bandmitglieder ihren Leiter Mcihael Zarniko mit einem „musikalischen" Feuerwerk, der Ouverture aus Händels Feuerwerksmusik, und dankten ihm auf diese Weise für 20 Jahre engagierte und motivierende Arbeit mit der LieBigband. Der Staffelstab wird weitergereicht, Jens Velten übernimmt mit dem neuen Schuljahr die Leitung der Band, Michael Zarniko wird weiterhin an Veltens Seite die Probenarbeit unterstützen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der amerikanische Gastchor "Madrigals" unter der Leitung von John Vaida, der einen beeindruckenden Auftritt im Rahmen des ersten großen Sommerkonzerts hatte, hat eine Gegeneinladung ausgesprochen: Erstmalig bricht der Chor 9-13 mit seinem Chorleiter Peter Schmitt zu einer Konzertfahrt in die USA auf. Beide Chöre bestritten den ersten Teil des Abends, der mit den Solobeiträgen der Abiturientinnen Theresa Diehl und Susanne Wudy, die den ersten Satz aus dem Doppelkonzert für 2 Violinen von J.S.Bach musizierten, sowie Hannah Lückecke, die mit dem 2. Satz aus Mozarts Klavierkonzert KV begeisterte, alle begleitet vom Kammerorchester unter der Leitung von Sabine Schuppe, eingeleitet wurde. Michael Leschenko präsentierte sich als vorzüglicher Solist im 1. Satz des Klavierkonzerts e-Moll von F. Chopin, das große Orchester diesmal unter der Leitung von Jens Velten. Den Schlusspunkt setzten Michael Zarniko und das große Orchester mit „Dansas Cubanas" – Zugabe und Standing Ovations.

„Have fun and take care of yourselves" – unter diesem Motto startete die diesjährige Englandfahrt des Orchesters nach Winchester im Rahmen des regelmäßig stattfindenden musikalischen Austauschs mit unseren Partnerschulen in Winchester und Colchester. Vor dem gemeinsamen Konzert in Winchester machte das Orchester Station in London und hatte mit dem von den Musiklehrern Peter Schmitt, Jens Velten und Michael Zarniko für dort vorgesehenen Programm sicherlich sehr viel Spaß. Eine Stadtrundfahrt, Wachablösung am Buckingham Palace, Besuch des Towers und des Theaterviertels, Miterleben des „Evensong" in Westminister Abbey und als krönender Abschluss der Besuch des Musicals „Wicked" im „Appollo-Victoria-Theatre" - was für ein wunderbarer Start. Aber auch das gemeinsam gestaltete Konzert in der „Great Hall" in Winchester und die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien trugen dazu bei, auch aus dieser Fahrt ein unvergessliches Erlebnis zu machen und die langjährige Tradition der gemeinsamen musikalischen Arbeit fortzusetzen – der Gegenbesuch aus Winchester ist in Planung!

„Was für ein schöner Abend" – einhellige Meinung des Publikums nach dem 2. Sommerkonzert in der Petruskirche. Diesmal waren die Chöre 5/6 unter Hermann Wilhelmis und Peter Schmitts Leitung sowie das Vororchester mit Jens Velten, Sabine Schuppe und Michael Zarniko als Dirigenten die Hauptakteure. Alle Sänger und Spieler vermochten die Zuhörer mit „sommerlicher" Musik in den Bann zu ziehen. Vor allem Lilly Velten mit ihrem Soloauftritt – sie spielte den 2. Satz aus einem Violinkonzert von J. Haydn – wusste zu beeindrucken. Und wie gerne neben der „klassischen" Literatur auch Werke aus dem Bereich der Filmmusik gespielt werden, konnte man an den Gesichtern der Vororchestermitglieder beim Spiel der Filmmusik zu „Harry Potter" ablesen. Auch diesmal hielt es das Publikum nicht auf den Bänken. Zufrieden wurden die Instrumente und Notenständer eingepackt –und ein Tag später begannen die Sommerferien!

"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" - dieses Motto zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit im Fachbereich Musik. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2013/2014 waren die Planungen abgeschlossen, die Arbeit konnte beginnen. Die "Neuen" des Jahrgangs 5 singen nun in einem eigenen Chor, bei über 100 Sängerinnen und Sängern erschien die Lösung, in der Unterstufe zwei Chöre einzurichten, sinnvoll. Hermann Wilhelmi und Peter Schmitt engagieren sich gemeinsam in der Chorarbeit der Chöre 5 und 6/7.

Großes hat der "große" Chor 8-Q4 in diesem Jahr vor. Als Sieger des Hessischen Chorwettbewerbs fährt der Chor mit seinem Leiter Peter Schmitt im Frühjahr nach Weimar, um dort sein Programm beim Deutschen Chorwettbewerb zu präsentieren. Wir freuen uns über diesen großen Erfolg und drücken alle verfügbaren Daumen für ein gutes Ergebnis beim Wettbewerb. Im Herbst tritt der Chor dann den seine Konzertfahrt nach Pennsylvania/USA an und folgt der Gegeneinladung des amerikanischen Chores, der im Sommer mit seinem so beeindruckenden Programm begeistern konnte.

Alle Chöre wie auch das Vororchester und das große Orchester zeigten großartige Leistungen bei den Weihnachtskonzerten in der Bonifatius- und in der Petruskirche und stimmten so auf Weihnachten ein.

Zu Beginn des neuen Jahres starten der Chor 8-Q4, das Vororchester und das große Orchester mit den Arbeitstagen auf dem Knüll, wo das neue Programm für das zweite Schulhalbjahr erarbeitet wird. Wir blicken voller Erwartung dem Besuch des englischen Orchesters aus Winchester im Februar entgegen, freuen uns auf die Musikabende und die Sommerkonzerte sowie auf das Bigbandkonzert auf dem Schiffenberg, erstmalig unter der Leitung von Jens Velten.   

"So etwas erlebt man nur einmal im Leben"

Geschrieben von Barbara Czernek.

GIESSEN/BERLIN - "So etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben", sagte Chorleiter Peter Schmitt strahlend und gelöst nach dem Ende der offiziellen Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertags im Berliner Reichstag (der Anzeiger berichtete). Auf Einladung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hatte der rund 70-köpfige Oberstufenchor die Feier musikalisch mitgestaltet. Entsprechend aufgeregt waren die Schüler und der Chorleiter vor der Sendung, die am Sonntagmittag live aus dem Bundestag übertragen wurde. Und groß war die Erleichterung hinterher. Ein Kurzauftritt beim anschließenden Empfang unter der Kuppel rundete den gelungenen Auftritt ab.

Vergessen war in diesem Moment die harte und intensive Probenphase des vergangenen halben Jahres. "Um so etwas auf die Beine zu stellen, wird allen viel Engagement außerhalb der Schule abverlangt. So mussten wir einige Sonderproben einschieben, um einen stimmigen Klangkörper herauszuarbeiten", erläuterte Schmitt. Das erfordere ein hohes Maß an Konzentration, Disziplin und viel harte Arbeit.

Veranstalter der Gedenkfeier ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, für die musikalische Umrahmung ist der Bundesrat verantwortlich. Der derzeitige Bundesratspräsident und bekennender Gießener Volker Bouffier holte gerne den Oberstufenchor der "Lio" in die Hauptstadt, weiß er doch um seine Qualitäten. Bei dem Empfang dankte er den Schülern und Lehrern für die herausragende musikalische Präsentation, die den Liebigschulchor auf Augenhöhe mit bekannten Chören wie dem Tölzer Knabenchor oder dem Leipziger Thomanerchor stellt.

Die Liedauswahl wurde dem Chorleiter überlassen, sie musste lediglich dem Anlass entsprechend sein. Schmitt, der über eine mehr als 30-jährige Erfahrung als Leiter verschiedenster Chöre verfügt, wählte mit sehr viel Bedacht die Werke aus. Er schaffte damit eine musikalisch in sich stimmige Punktlandung, die dem Chor zwar einiges abverlangte, ihn jedoch nie überforderte. Zu Beginn sangen die Schüler wunderbar leicht anmutend das "Ave verum" von Camille Saint-Saens. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Markus Meckel, der Lesung von Kathelijn und Philipp Kocks war das "Abendlied" von Joseph Gabriel Rheinberger zu hören, das wie ein Klagelied über den Verlust der vielen Toten der letzten Kriege klang. Dies leitete über zur Gedenkrede des ehemaligen israelischen Botschafters Avi Primor. Den musikalischen Höhepunkt setzten die Sängerinnen und Sänger mit der Trauermotette "Wie liegt die Stadt so wüst" von Rudolf Mauersberger, der diesen Chorzyklus unter dem Eindruck der völlig zerstörten Stadt Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg verfasste. Treffender konnte es nicht sein. Mit der Nationalhymne endete die Darbietung.

Für den Auftritt am Sonntag war die Gruppe bereits am Freitagmorgen um 6.30 Uhr in Richtung Berlin gefahren; zurück nach Gießen kam sie erst gegen 23 Uhr am Sonntag - und am Montag war regulär Unterricht. Viel von der Hauptstadt gesehen haben die Schüler nicht - zu sehr ausgefüllt waren die Tage mit dem vorgegebenen Programm und den Proben.

Am Freitagnachmittag waren die Gießener Gast der Hessischen Landesvertretung und bekamen einen authentischen Eindruck über das DDR-Unrechtssystem durch den Bericht der Zeitzeugin Jutta Fleck, die als "Frau vom Checkpoint Charlie" bekannt wurde. Ihre Schilderungen über Verhaftung, Foltermethoden und Repressalien beeindruckten die Gruppe, die sie wissbegierig aufnahm. Samstagvormittag probte der Chor intensiv die Stücke in der Landesvertretung, nachmittags wurde im Plenarsaal der Ablauf minutiös geübt. Nichts wurde dabei dem Zufall überlassen. Mehrmals wurde der gesamte Ablauf durchgespielt: Wann sie aufstehen oder sich setzen sollten. Und zwischendrin wurden die Redebeiträge vorgetragen, damit der zeitliche Rahmen nicht über schritten wird. Zumindest lag es nicht an dem Chor, dass die Übertragung am Sonntag doch 13 Minuten länger war als ursprünglich geplant. Eine ursprünglich angesetzte Gesangsprobe für Samstagabend wurde abgesagt, zu anstrengend war die Vorbereitung am Nachmittag gewesen. Da blieb auch kein Raum mehr für Ausflüge in das Berliner Nachtleben.

Der Sonntag stand komplett unter der Konzertvorbereitung, die bereits um 8.30 Uhr mit der Generalprobe startete. Bis zum Auftritt war etwas Zeit, diese wurde mehr zur Entspannung und Konzentration genutzt, zumal das Wetter mit leichtem Nieselregen nicht zum Spaziergang "Unter den Linden" einlud.

Der Auftritt des rund 70 Schülerinnen und Schüler umfassenden Oberstufenchors der Liebigschule war der bisherige Höhepunkt einer kontinuierlichen musikalischen Arbeit an der Liebigschule. "Ein solches Ergebnis konnten wir nur erzielen, da der gesamte Fachbereich Musik an der Liebigschule ein gutes Team ist", sagte Peter Schmitt ergänzend.

Musikalischer Jahresrückblick 2013

Geschrieben von Sabine Schuppe.

Ein musikalisch reiches 2013 liegt hinter uns – wir schauen kurz zurück:

Alle Augen waren auf den Himmel gerichtet – hält das Wetter? Die Wetterprognosen für das große Jubiläumskonzertes der LiebigBand auf dem Schiffenberg waren denkbar schlecht, aber der Wettergott war den 120 Akteuren, darunter viele Ehemalige, die selbst weite Wege nicht gescheut hatten, um mitzumachen, wohlgesonnen: . Nach einem fünfstündigen fulminanten Programm überraschten die Bandmitglieder ihren Leiter Mcihael Zarniko mit einem „musikalischen" Feuerwerk, der Ouverture aus Händels Feuerwerksmusik, und dankten ihm auf diese Weise für 20 Jahre engagierte und motivierende Arbeit mit der LieBigband. Der Staffelstab wird weitergereicht, Jens Velten übernimmt mit dem neuen Schuljahr die Leitung der Band, Michael Zarniko wird weiterhin an Veltens Seite die Probenarbeit unterstützen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der amerikanische Gastchor "Madrigals" unter der Leitung von John Vaida, der einen beeindruckenden Auftritt im Rahmen des ersten großen Sommerkonzerts hatte, hat eine Gegeneinladung ausgesprochen: Erstmalig bricht der Chor 9-13 mit seinem Chorleiter Peter Schmitt zu einer Konzertfahrt in die USA auf. Beide Chöre bestritten den ersten Teil des Abends, der mit den Solobeiträgen der Abiturientinnen Theresa Diehl und Susanne Wudy, die den ersten Satz aus dem Doppelkonzert für 2 Violinen von J.S.Bach musizierten, sowie Hannah Lückecke, die mit dem 2. Satz aus Mozarts Klavierkonzert KV begeisterte, alle begleitet vom Kammerorchester unter der Leitung von Sabine Schuppe, eingeleitet wurde. Michael Leschenko präsentierte sich als vorzüglicher Solist im 1. Satz des Klavierkonzerts e-Moll von F. Chopin, das große Orchester diesmal unter der Leitung von Jens Velten. Den Schlusspunkt setzten Michael Zarniko und das große Orchester mit „Dansas Cubanas" – Zugabe und Standing Ovations.

„Have fun and take care of yourselves" – unter diesem Motto startete die diesjährige Englandfahrt des Orchesters nach Winchester im Rahmen des regelmäßig stattfindenden musikalischen Austauschs mit unseren Partnerschulen in Winchester und Colchester. Vor dem gemeinsamen Konzert in Winchester machte das Orchester Station in London und hatte mit dem von den Musiklehrern Peter Schmitt, Jens Velten und Michael Zarniko für dort vorgesehenen Programm sicherlich sehr viel Spaß. Eine Stadtrundfahrt, Wachablösung am Buckingham Palace, Besuch des Towers und des Theaterviertels, Miterleben des „Evensong" in Westminister Abbey und als krönender Abschluss der Besuch des Musicals „Wicked" im „Appollo-Victoria-Theatre" - was für ein wunderbarer Start. Aber auch das gemeinsam gestaltete Konzert in der „Great Hall" in Winchester und die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien trugen dazu bei, auch aus dieser Fahrt ein unvergessliches Erlebnis zu machen und die langjährige Tradition der gemeinsamen musikalischen Arbeit fortzusetzen – der Gegenbesuch aus Winchester ist in Planung!
„Was für ein schöner Abend" – einhellige Meinung des Publikums nach dem 2. Sommerkonzert in der Petruskirche. Diesmal waren die Chöre 5/6 unter Hermann Wilhelmis und Peter Schmitts Leitung sowie das Vororchester mit Jens Velten, Sabine Schuppe und Michael Zarniko als Dirigenten die Hauptakteure. Alle Sänger und Spieler vermochten die Zuhörer mit „sommerlicher" Musik in den Bann zu ziehen. Vor allem Lilly Velten mit ihrem Soloauftritt – sie spielte den 2. Satz aus einem Violinkonzert von J. Haydn – wusste zu beeindrucken. Und wie gerne neben der „klassischen" Literatur auch Werke aus dem Bereich der Filmmusik gespielt werden, konnte man an den Gesichtern der Vororchestermitglieder beim Spiel der Filmmusik zu „Harry Potter" ablesen. Auch diesmal hielt es das Publikum nicht auf den Bänken. Zufrieden wurden die Instrumente und Notenständer eingepackt –und ein Tag später begannen die Sommerferien!

"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" - dieses Motto zieht sich wie ein roter Faden durch die musikalische Arbeit an der Lio. Zu Beginn des neuen Schuljahres waren die Planungen bereits abgschlossen, sodass man umgehend mit der Arbeit beginnen konnte. Der Jahrgang 5 hat jetzt seinen eigenen Chor, die Jahrgänge 6/7 sind in einem weiteren Chor zusammengefasst. Beide Chöre werden von Herrn Wilhlemi und Peter Schmitt geleitet. Der Chor 8-Q4 unter der Leitung von Peter Schmitt hat Großes vor in diesem Jahr: Als Sieger des Hessischen Chorwettbewerbs fährt er im Frühjahr nach Weimar, um dort sein Programm beim "Deutschen Chorwettbewerb" zu präsentieren. Und damit nicht genug - im Herbst bricht der Chor zu seiner Konzertfahrt nach Pennsylvania /USA auf, die Planungen laufen auf vollen Touren.

MIt zwei wunderbaren Weihnachtskonzerten in der Bonifatius- und der Petruskirche präsentierten nicht nur die Chöre die Ergebnisse ihrer Probenarbeit, auch das Vororchester und das große Orchester zeigten großartige Leistungen und stimmten so auf das Weihnachtsfest ein.

Das neue Jahr beginnt, wie könnte es anders sein, mit den Arbeitstagen des Chores 8-Q4 sowie des großen Orchesters und des Vororchesters auf dem Knüll. Hier wird das Programm des zweiten Schulhalbjahres erarbeitet. Wir sehen mit großer Erwartung dem Besuch unserer englischen Freunde aus Winchester im Februar entgegen und freuen uns auf weiteres Musikabende, die "traditionellen" Sommerkonzerte sowie das Bigband-Konzert auf dem Schiffenberg, diesmal unter der Leitung ihres neuen Leiters Jens Velten.

Liebigschule bleibt Schule mit Schwerpunkt Musik

Geschrieben von Sabine Schuppe.

Freitag, 13.30 Uhr nach der 6. Stunde – an die 140 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9-13 singen sich unter der Leitung ihres Chorleiters Peter Schmitt ein und bereiten ihre Stimmen so auf die sich anschließende Chorprobe vor. Dichtes Gedränge eine Stunde später – 100 Instrumentalisten warten auf die Probe des großen Orchesters, viele von ihnen haben vorher im Chor mitgesungen. Der Freitag wie auch der Montag sind die Musiktage an der Liebigschule, die Schüler und Schülerinnen proben bis zu drei Stunden, um sich auf die oft preiswürdigen Konzerte vorzubereiten, die am Ende einer Arbeitsphase stehen. Schaut man auf den Konzertterminplan, kommt man nicht auf die Idee, dass dies der „musikalische“ Terminkalender einer Schule ist. Dieses Engagement zahlt sich aus – der Neuantrag der Liebigschule auf Zuerkennung des Prädikats „Schule mit musikalischem Schwerpunkt“ wurde in der vergangenen Woche vom Hessischen Kultusministerium genehmigt.

Bereits 2002 wurde der Schule dieser Titel zuerkannt. Damit wurde eine jahrzehntelange Tradition gewürdigt, die 1991 zu der ‚Einrichtung von Klassen mit „Erweitertem Musikunterricht“ als besonderes Angebot für die musikinteressierten Schüler und Schülerinnen führte. Nun mussten die betreffenden Schulen erneut ihr Profil in einem umfangreichen Antragsverfahren vorlegen, denn die Schulen müssen bestimmte Auflagen erfüllen. Sie müssen z.B. die Möglichkeit bieten, ab der Klasse 5 ein Instrument neu zu erlernen. Dies wird an der Lio durch ein reichhaltiges Leihinstrumentarium gewährleistet. Weiterhin muss diesen Schüler die entsprechenden musikpraktischen Arbeitsgemeinschaften angeboten werden, daher haben die Teilnehmer des erweiterten Musikunterrichts zusätzlich zum zweistündigen Musikunterricht eine weitere Stunde, in der die im Musikunterricht erarbeiteten Inhalte musikpraktisch im Ensemblespiel umgesetzt werden. In der Oberstufe werden Grund- und Leitungskurse Musik angeboten und auch das „Schauen über den musikalischen Tellerrand“ ist zu gewährleisten durch Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen wie der Musikschule, dem Theater oder verschiedenen Musikhochschulen.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Fachbereich ist mit drei Chören für die Jahrgänge 5/6 (84 Teilnehmer), 7/8 (109 Teilnehmer) und 9-13 (135 Teilnehmer), mit Vororchester (66 Teilnehmer) und Orchester (99 Teilnehmer) , derLio- Bigband (25 Teilnehmer)sowie zahlreichen AGs für Streicher, Bläser, Percussion, Gitarre, Blockflöte und Tasteninstrumente hervorragend aufgestellt. Insgesamt musiziert an der Lio etwa ein Drittel der Schülerschaft, d.h. ca. 500 Schülerinnen und Schüler. Und die Anmeldungen für den erweiterten Musikunterricht sind trotz G8 nicht rückläufig. Die Konzerte der Liebigschule gehören inzwischen zum festen Bestandteil des Gießener Konzertlebens. Aber auch im Musikunterricht erfahren die Schüler und Schülerinnen breite Förderung: Schulklassen oder Kurse nehmen an außerschulischen Projekten teil, wie z.B. unlängst der Kurs der Jahrgangsstufe 11 an „response“. In Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Frankfurt setzte sich der Kurs musikpraktisch mit neuer Musik auseinander und komponierte ein eigenes Stück, das er in einem Musikabenden mit großem Erfolg der Öffentlichkeit vorstellte. Zum Ende des Schuljahres erwartet die Liebigschule ein spanisches Gastorchester, im nächsten Jahr ist ein Gegenbesuch in Spanien geplant. Ehemalige Schüler schwärmen noch heute von den Konzertreisen nach Spanien, England, Frankreich, Italien und Russland.

„Die Genehmigung unseres Neuantrags auf Schwerpunktbildung ermöglicht es uns auch weiterhin, den musikalischen Nachwuchs intensiv zu fördern. Wir freuen uns über diese Anerkennung unseres Engagements“, so der Fachsprecher Dr. Abel.

liosoko2010-1

Der Chor der Jahrgänge 9-13 unter der Leitung von Peter Schmitt im Konzert am 25.5.2010 in der Petruskirche