Schüleraustausch nach Le Mans 2013

Geschrieben von Helena Dammann und Helena Schmidt.

Am Samstagmorgen um 6.45 Uhr trafen sich die deutschen Schüler am Parkplatz Aulweg, um mit dem Bus nach Le Mans zu fahren. Insgesamt waren wir 12 Stunden unterwegs. Nach der herzlichen Begrüßung durch die französischen Familien fuhren wir mit unseren Austauschpartnern nach Hause. Dort verbrachten wir den restlichen Tag.

Am Sonntag waren wir den ganzen Tag in unseren Gastfamilien. Diese hatten verschiedene Programmpunkte für uns geplant: Einige waren im Speed-Park, eine Art Freizeitpark mit sportlichen Attraktionen wie Bowling und Lasertag. Andere waren schwimmen oder haben sogar Exkursionen nach Paris oder Saint Malo geplant. So konnte man die französische Gastfamilie schon etwas näher kennen lernen.

 

 

Der Montag begann mit dem Weg zur Schule. Wir fuhren entweder mit dem Auto, nahmen den Bus oder liefen gemeinsam mit unseren „corres". Dort wurden wir freundlich vom Schulleiter in Empfang genommen und waren anschließend zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen.
Im Anschluss zeigten uns die Lycée-Schüler die Schule. Dabei ist uns aufgefallen, dass es keine richtige Sporthalle gibt, dafür aber eine große Mensa, in der alle Schüler eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können. Anders als bei uns gibt es dort jedoch keine belegten Brötchen oder Snacks.
Danach sind wir mit dem Bus nach Le Mans gefahren. Frau Well und Frau Stelter hatten eine Stadtrallye vorbereitet, deren Fragen wir in selbst zusammen gestellten Gruppen beantworten sollten. Wir duften auch Passanten befragen. Im Anschluss durften wir die Stadt erkunden. Pünktlich zum Unterrichtsende des collège (16.15 Uhr) waren wir wieder an der Schule und fuhren nach Hause.

Am Dienstagmorgen sind wir um 8.30 Uhr mit dem Bus zu einem Tagesausflug nach Angers aufgebrochen. Die Fahrt dauerte etwa 2 Stunden. Als erstes haben wir durch eine Fahrt mit einer kleinen Bahn (un train touristique) die Stadt kennen gelernt. In Gruppen haben wir Interviews mit Passanten geführt. Nach diesen konnten wir in der Stadt bummeln. Uns allen hat die Stadt gut gefallen. Um 16.15 Uhr kamen wir dann wieder in Le Mans an und verbrachten den restlichen Tag bei unseren französischen Gastfamilien.

Am Mittwoch haben wir Rechercheaufträge über das collège / lycée Saint-Joseph im CDI bearbeitet und präsentiert. Dabei wurden uns einige zentrale Unterschiede zwischen Schule in Frankreich und Schule in Deutschland bewusst: In Frankreich sind die Schulregeln sehr streng. Wenn beispielsweise ein Schüler drei Mal zu spät zum Unterricht kommt, muss er mit seinen Eltern zum Schuldirektor. Wenn ein Schüler sein Handy auf dem Schulgelände benutzt, so kann dieses bis zu einer Woche eingezogen werden. Das war sehr interessant für uns. Am Mittwochnachmittag haben die Schüler des collège keinen Unterricht, daher verbrachten wir den Nachmittag gemeinsam mit ihnen.

Als wir am Donnerstag endlich am Schloss Chambord ankamen, waren wir überwältigt von dem gigantischen Bauwerk. In Gruppen und mit Audioguides in der Hand haben wir die prächtigen Räume besichtigt.
Danach sind wir nach Tours gefahren und haben diese Studentenstadt erkundet. Um 18.30 Uhr kamen wir erschöpft an der Schule an.

Am letzten Tag haben wir dann noch mal einen Einblick in den Unterricht bekommen. Uns ist aufgefallen, dass sich die französischen Schüler vor dem Unterricht auf dem Schulhof aufstellen müssen und von dem entsprechenden Lehrer abgeholt werden. Um 9:30 Uhr sind wir in das Automobilmuseum aufgebrochen. Dies ist eine der Attraktionen von Le Mans, weil die Stadt für das 24-Stunden-Rennen bekannt ist. Anhand der dort ausgestellten Autos konnte man die Technik gut nachverfolgen. Als weiteres Highlight stand der Besuch eines französischen hypermarchés auf dem Plan.
Nachmittags im Unterricht zeigten uns die französischen Austauschschüler ein Video, welches sie extra für uns auf Deutsch gedreht hatten. Dann verabschiedete sich noch der Schuldirektor von uns.

Am Abfahrtstag fanden wir uns bereits um 6.45 Uhr mit unseren französischen Austauschpartnern und deren Familien am Parkplatz der Schule in. In Kolonne ging es dann Richtung Deutschland. Nun sind wir sehr gespannt auf die zweite Woche dieses Austauschs, in der wir den Austauschpartnern unseren Schulalltag in Deutschland zeigen können und wir freuen uns auf schöne gemeinsame Erlebnisse.