1. Preise beim Informatik Biber für Schüler der Liebigschule

Geschrieben von Martin Haslauer.

Sieger Biber 2020

v.l.n.r. Schulleiter Dirk Hölscher, Joris Pracht (10D), Joshua Heß (10D), Ömer Gündüz (9A) Bjarne Schneider (10D) und Informatiklehrer Martin Haslauer - abwesend: Jakob Jost (10D) und Abed Abu-Marheil (9E)

Der Informatik-Biber ist Deutschlands größter Schülerwettbewerb im Bereich Informatik. Teilnehmen können die Klassen 3 bis 13. In Deutschland fördert der Informatik-Biber seit 2007 das digitale Denken mit lebensnahen und alltagsbezogenen Aufgaben. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler die Vielseitigkeit der Informatik, spielerisch und wie selbstverständlich erfahren. Den Informatik-Biber gibt es seit 2006. Beim jüngsten Wettbewerb nahmen 341.241 Schülerinnen und Schüler teil.

In der Wettbewerbsrunde 2019 hat auch wieder die Lio teilgenommen und zwar mit beachtlichem Erfolg. Fünf Schüler räumten den ersten Preis ab und heute war endlich die Siegerehrung. Herzlichen Glückwunsch!

 

Wissenschaftsfestival des Projektes „Gießener Jugendliche forschen“ in der Hermann-Hoffmann-Akademie – 4 Schülerforschergruppen der Liebigschule präsentierten ihre Ergebnisse

Geschrieben von Dr. Achim Schott.

Im Rahmen eines Wissenschaftsfestivals haben vier Schülerforschergruppen der Liebigschule ihre Ergebnisse präsentiert. Der Abend bildete den Abschluss des Projektes „Gießener Jugendliche forschen“, das zum fünften Mal von der Hermann-Hoffmann-Akademie (HHA) und des Instituts für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität-Gießen durchgeführt wurde. Es bietet interessierten Schülerinnen und Schülern Gießener Schulen und Schulen aus dem Umland die Möglichkeit, eigene Forschungsideen zu verfolgen. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von studentischen Mentoren betreut, die die Forschungsprojekte ehrenamtlich begleiten. 

In einem Zeitraum von sechs Monaten arbeiteten insgesamt 24 Schülergruppen aus mittlerweile acht Schulen an ihren Forschungsprojekten. Dabei stellen die Nachwuchsforscher ihre Projekte und Ergebnisse einer Wissenschaftsjury der JLU-Gießen vor. Diese begutachtete am Präsentationsabend die Arbeiten und gab jeder Forschungsgruppe ein Feedback. Im Anschluss daran stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor und präsentierten ihre Daten mit Hilfe von Postern. Folgende Projekte wurden den Schülerinnen und Schülern vorgestellt:

Die Gruppe von Johannes Wagner und Mikhail Vereshchagin recherchierten im Projekt „Elektrische Raumfahrtantriebe – gute Alternative?“ über Raketenantriebe allgemein und welche alternativen elektrische Antriebe es schon gibt. 

Das Foto zeigt von links Henrik Ochse (Mentor) und Johannes Wagner (Foto: Schott)

Sophia Krastev beschäftigte sich in einer Fortsetzungsarbeit „Haare 2.0 – Die Herstellung eines eigenen Hitzeschutzmittels“ mit der Entwicklung eines Hitzeschutzmittels für Haare. Ausgehend von kommerziellen Produkten konnte sie ein alternatives und wirksames Produkt entwickeln, das ohne gesundheitsschädliche Stoffe auskommt. Betreut wurde das Projekt von Hildegard Sicker.

Sophia Krastev an ihrem Projektstand Haare 2.0 (Foto: Schott)

Im Projekt von Florian Hilbert „Natürliche Zersetzung von Einweggeschirr verschiedener Materialien“ untersuchte der Schüler, wie sich Einweggeschirr aus verschiedenen Materialien in Gartenerde und Kompost zersetzt. Dabei wurden sowohl biologisch abbaubare Materialien wie Palmblatt und Zuckerrohr als auch herkömmliche Pappteller getestet. 

Florian Hilbert und sein Mentor Sascha Johann (Foto: Schott)

In ihrem Projekt „Duschen und Mikroplastik – Mikroplastik in Peelings“ testeten Celina Celebcigil, Lena Ebbert und Miriam Lienard, ob der Anteil von Mikroplastik in Duschgels eine Frage des Preises ist. Sie verglichen dazu teure und günstigere Duschgels und versuchten das Mikroplastik darin zu isolieren und nachzuweisen. Betreut wurde das Projekt von Mentorin Taranjit Kaur.

Von links Celina Celebcigil, Miriam Lienard und Lena Ebbert (Foto: Schott)

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Vorstellung und Würdigung der Schülerprojekte durch die Science-Coaches der Wissenschaftsjury. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler erhielten dabei viel Lob sowie jeweils ein Abschlusspräsent, überreicht von den Vorstandmitgliedern der Gemeinnützigen Stiftung der Sparkasse Gießen.

Das Projekt ist ein etablierter Baustein im MINT-Förderprogramm der Liebigschule. Schülerinnen und Schülern wird hier vielfach auch die Zusammenarbeit mit Instituten der Universität-Gießen und externen Kooperationspartnern ermöglicht. 

MINT Rumänien Austausch

Geschrieben von Sigrid Schmitt.

MINT Rumänien Austausch

Seit 2018 hat die Liebigschule eine Partnerschule in Hermannstadt/Sibiu. Es ist das berufliche Gymnasium Colegiul Tehnic Energetic.

Im Mai 2018 fand der erste Austausch statt, bei dem Schülerinnen und Schüler der Liebigschule für 8 Tage nach Hermannstadt flogen und dort an einem Technikprojekt teilnahmen.  Die teilnehmenden Schüler haben alle Deutsch- und Englischunterricht in der Schule. Die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien. Der Austausch wird über das Junior-Ingenieur-Akademie-Programm der Telekom-Stiftung (JIA) und den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) gefördert.

In Schülertandems, die jeweils aus einem rumänischen und einem deutschen Schüler bestanden, wurde auf Arduino-Microprozessor-Basis eine Wetterstation gebaut, die die Schüler alle behalten durften. Das Projekt wurde auf einem Kongress bei der Firma Continental in Hermannstadt vorgestellt, wo auch eine Betriebsbesichtigung stattfand. Zum Rahmenprogramm gehörte neben der Hospitation im Unterricht und einer Stadtrallye, eine Fahrt in die Karpaten mit Besichtigung einer Wetterstation, Besuch des Dorfmuseums, Besichtigung des Apothekenmuseums und Diskussion im Forum der Deutschen. Link Presseartikel Besuch 2018

Im Mai 2019 fand dann der Rückbesuch der Schüler an die LIO statt. Auch hier wurde in einem dreitägigen Technikprojekt ein digitaler Würfel auf Arduino-Basis zusammengebaut, das Gehäuse mittels 3-D Druck erstellt und die Komponenten  zusammengelötet und programmiert. Weiterhin wurden für jede Schule zwei Messgeräte zur Erfassung von Feinstaub erstellt. Zum Rahmenprogramm gehörte neben der Hospitation im Unterricht und einer Stadtrallye, eine Exkursion nach Marburg mit Besichtigung im Schloss und eigenständigem Experimentieren im Schülermitmachlabor Chemikum, Besuch des Mathematikums und des Blindenmuseums Dunkelkaufhaus in Wetzlar. Link Presseartikel Besuch 2019

Informationen zum neuen Austausch 2020 sind unter Downloads abrufbar. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen und der E-Phase. Bei Interesse bzw. bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Austausches, Dr. Sigrid Schmitt.

33 Junior-Ingenieur-Akademie (JIA-)Zertifikate verliehen

Geschrieben von Dr. S. Schmitt.

An der Liebigschule setzt mit der Junior-Ingenieur-Akademie im MINT-Wahlunterricht (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) der Klassen 9 und 10 ein Konzept an, das den schulischen Unterricht um Praxisphasen in Universitäten und Betrieben erweitert.

Ziel der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA), einem Modell der Deutsche Telekom Stiftung, ist es, junge Menschen für das Berufsbild des Ingenieurs und Wissenschaftlers zu interessieren, ihnen Orientierung zu bieten und den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern, aber auch die individuellen Kompetenzen zu fördern. Die Liebigschule ist bereits seit 2010 JIA-Schule,  zu dem Netzwerk mittlerweile in Deutschland 99 Schulen gehören.

An der Liebigschule wurden im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie 2017-2019 vier Themenfelder behandelt, die jeweils ein halbes Schuljahr unterrichtet wurden. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich fächerübergreifend mit den Themen Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika und Gentechnik (Biologie und Chemie) und mit dem Bau und der Programmierung von LEGO- Mindstorms Robotern sowie Arduino basierten Mess- und Regelschaltungen (Physik und Informatik) und konnten ihre MINT-Kompetenzen erweitern. In den zwei Jahren wurden sie in drei parallelen Kursen vom Stellvertretenden Schulleiter Herrn Joachim Sieben und von Frau Dr. Sandra Karl und Frau Dr. Sigrid Schmitt unterrichtet. Die Projekte boten Raum für selbstständiges und experimentelles Arbeiten sowie für das fächerübergreifende Lernen. Betriebliche und wissenschaftliche Experten wurden in das Projekt eingebunden und übernahmen den Unterricht. Außerdem haben die SchülerInnen an Wettbewerben wie der Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO) und Chemie mach mit teilgenommen und die  Mittelhessische MINT-Nacht besucht.

Partner der Junior-Ingenieur-Akademie an der Liebigschule von Seiten der Wissenschaft und Hochschulen waren das Schülerlabor Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen, das Hessische Landeslabor und die Robotikabteilung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Zu den Partnern aus der Wirtschaft gehörten die Firma PASCOE Naturmedizin und die Apotheke am Ludwigsplatz in Gießen.

Aus diesem Grund erhielten 33 Absolventen der JIA für den besuchten Unterricht von 2017-2019 ihre Zertifikate aus den Händen von Schulleiter Herrn Dirk Hölscher und einer der MINT-Lehrerinnen Frau Dr. Schmitt. Das Foto zeigt die Schülerinnen und Schüler, die mittlerweile die E-Phase der Schule besuchen.Erfreulicherweise haben sich viele von ihnen erneut für den Wahl-Profilkurs MINT in diesem Schuljahr entschieden.