Radfahren mit nahezu Lichtgeschwindigkeit

Geschrieben von Markus Ketter.

Einsteins Relativitätstheorie ist oft eine echte Herausforderung. Zu sehr widersprechen seine revolutionären Erkenntnisse unseren Alltagswahrnehmungen. Die Zeit vergeht plötzlich für sehr schnelle Personen langsamer, Längen schrumpfen, Massen nehmen zu, Licht wird gekrümmt und vieles scheinbar Unmögliche mehr. Diese komplizierten Zusammenhänge so darzustellen, dass sie auch für Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe begreifbar sind, ist das Ziel des Einsteinmobils, das von der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik aus Tübingen entwickelt wurde und vom 21.05. bis 7.06. an der Liebigschule zu Gast war. 

An mehreren PC-Stationen wurden Themen aus der Allgemeinen und Speziellen Relativitätstheorie den Schülern nahegebracht. Vier einfache Filme erklärten Inhalte der von Einstein 1905 veröffentlichten Speziellen Relativitätstheorie. Weitere Filme befassten sich mit den Verzerrungen, sogenannten Lichtlaufzeiteffekten, die bei den hohen Geschwindigkeiten wahrgenommen werden.

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Anhand der Simulation eines Fluges oder einer Fahrradfahrt durch die Altstadt Tübingens konnte man diese Effekte selbst erleben.

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1. Gießener MINT-Camp an der Liebigschule

Geschrieben von U. Fuchs.

Nachwuchsforscher von dem Angebot begeistert

Wieder einmal wurde Gießen seinem Ruf als „Stadt der jungen Forscher“ gerecht. Denn in Zusammenarbeit mit der Universität, der Technischen Hochschule und dem Unternehmen LTi fand an der Liebigschule das erste Gießener MINT-Camp statt. Je vier Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 aus den vier MINT-EC Schulen der Gießener Region konnten teilnehmen: Liebigschule, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, Gesamtschule Gießen Ost und Weidig-Gymnasium Butzbach. Das Thema der dreitägigen Veranstaltung „Steuern und Regeln“ wurde aus der Sicht unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Fächer betrachtet:

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Jung und "alt" lernen zusammen

Geschrieben von Christopher Bräuer.

Betriebssystemgrundlagen, Virtualisierung und technische Informatik sind Themen im letzten Halbjahr der diesjährigen Abiturienten im Grundkurs Informatik. Die Schüler lernen überwiegend am Beispiel von Linux, wie ein Betriebssystem "unter der Haube" funktioniert, was Dienste sind, wie man sie startet und einrichtet. So wurden zum Beispiel die Installation und Einrichtung vom Webserver Apache, dem FTP-Server vsftp sowie den Datenbankservern MySQL sowie PostgreSQL durchgeführt. Im Themenbereich Virtualisierung ging es um die Virtualisierung von Betriebssystemen für den Heimbetrieb, aber auch Servervirtualisierung mittels XEN wurde behandelt. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch er Umgang auf der Konsole ein wichtiger Bestandteil. Als letzten Themenschwerpunkt steht die technische Informatik auf dem Plan. Dabei soll u.a. ein Volladdierer gebastelt werden.

Das Besondere an diesem Kurs ist, dass der Schüler Tim aus der Klasse 5 aus großem Interesse am Thema und dem Betriebssystem Linux freiwillig am Kurs der Abiturienten teilnimmt. Dies ist möglich, da überwiegende Teile des Kurses in Blockveranstaltungen samstags stattfinden.

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Tim aus der Klasse 5 und die Abiturienten lernen zusammen

Ein Nobelpreisträger und die MINT400 in Berlin

Geschrieben von Martin Kotulla.

Lisa Arnold, Carolin Schmeel, René Fabri, Raymond Ogiemwonge-Schäfer und Philipp Risius reisten in Begleitung des Lehrers Martin Kotulla vom 30.11.2011 bis zum 3.2.2011 nach Berlin, um an der MINT400 teilzunehmen. Die MINT400 ist eine Veranstaltung des Vereins MINT-EC, welche zum fünften Mal stattfand und ganz im Zeichen von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) steht. Aus allen 147 MINT-EC Schulen Deutschlands werden 400 Schülerinnen und Schüler sowie ca. 100 Lehrkräfte zur Teilnahme nach Berlin eingeladen. Lesen Sie den Bericht der Schülerinnen und Schüler:

Carolin: Vom 1.12.2011 bis zum 2.12.2011 fand in Berlin die MINT400, ein bundesweites Zusammentreffen von MINT-Schulen, statt. Neben der Wissenschaft standen vor allem das Zusammenkommen und Kennenlernen der Teilnehmer untereinander im Mittelpunkt. Wir sind bereits am Vortag in die Hauptstadt gereist, die wir gegen 21:30 erreichten, nachdem wir uns mit dem einen oder anderen Bahnhof etwas „ausführlicher“ hatten beschäftigen dürfen. Nach dem check-in im AO-Hostel in der Nähe des Hauptbahnhofs nutzen wir den Abend noch, um unsere Umgebung näher kennen zu lernen. Am nächsten Tag begann die eigentliche Veranstaltung in der Akademie der Künste am Tiergarten. Zu Beginn hatten wir Gelegenheit, uns mit Einsätzen im MINT-Bereich in Studium und Arbeitswelt auseinander zu setzen. Auf dem Bildungsmarkt stellten sich verschiedene Firmen und Stiftungen vor. Nach dem Mittagessen stand eine 3-stündige Stadtrundfahrt auf dem Programm.

René: Als wir in Berlin ankamen, hatte ich noch ein völlig anderes Bild von Berlin. Immer wenn ich mir unsere Hauptstadt vorgestellt hatte, hatte ich Bilder von hässlichen und grauen Plattenbauten im Kopf. Doch als wir die Stadtrundfahrt am Donnerstag machten, änderte sich meine Einstellung zu Berlin. Ich war sehr beeindruckt von den großen und wunderschönen Bauten des Regierungsviertels. Schon am Vormittag war ich begeistert von dieser Fahrt, denn wir hatten die Möglichkeit, eine gute Übersicht über Firmen und Stiftungen im Bereich MINT zu bekommen.

Lisa: Am nächsten Morgen haben sich alle Teilnehmer in ihren ausgewählten Kursen zusammengefunden. Mein Kurs wurde vom GeoForschungsZentrum Potsdam ausgerichtet und
trug den Namen „Die Erde lebt - die Erde bebt“ und hat sich mit dem Thema Geodynamik befasst. Am Anfang haben wir die Grundlagen geklärt, wie zum Beispiel den Radius oder das Alter unserer Erde. Im Anschluss wurden uns Methoden zur Bestimmung und Lokalisierung von Erdbeben vorgestellt. Eine dieser Methoden basiert auf einem Seismograph, er arbeitet mit der Induktion und mit ihm kann man unter anderem auch die Art des Gesteins oder die Tiefe einer Erdschicht bestimmen. Das Gelernte haben wir anschließend an einem Feldversuch angewendet, bei dem wir draußen in Berlin mit einem Hammer ein kleines Erdbeben ausgelöst und dieses ausgewertet haben.

Philipp: Nach der Arbeit in meinem Kurs an Petri-Netzen unter Anleitung von Studenten des Hasso-Plattner-Instituts musste ich bald wieder zurück zur Akademie der Künste, wo mich als Preisträger des Chemiewettbewerbs eine Gesprächsrunde mit anderen Preisträgern sowie mit Vertretern des MINT-EC, einer Vertreterin der Firma Dow-Chemical und dem Chemienobelpreisträger von 2007 Prof. Dr. Gerhard Ertl erwartete. Uns wurden viele Fragen gestellt, während wir uns – vermutlich etwas eingeschüchtert – kaum trauten selbst Fragen zu stellen. Trotzdem und obwohl die Runde etwas kürzer dauerte als geplant, war sie mein persönliches Highlight der MINT400. Nach der Runde mussten wir Preisträger auf der Bühne darauf warten, aufgerufen zu werden. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mit welcher Punktzahl ich bei dem Chemiewettbewerb abgeschnitten hatte und die Spannung war groß. Nach und nach wurden alle aufgerufen und es blieben am Ende nur noch zwei andere und ich übrig. Damit war klar, dass ich die volle Punktezahl erreicht habe (als einer von nur drei Schülern von über 1600 in Deutschland! Anm. d. Red.). Dann erhielt auch ich meine Urkunde und ein Buch als Preis, doch die eigentliche Ehre war für mich, die Hand eines Nobelpreisträgers schütteln zu dürfen.

Raymond: Nach den Kursen waren wir am Abend wieder in der Akademie der Künste. Im Festsaal redeten mehrere Personen, unter anderem der Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Ertl. Danach sind die Preise an die Preisträger durch ihn verliehen worden. Danach gab es in der Akademie ein Unterhaltungsprogramm mit einer Lichtshow und Jonglage von Feeding The Fish.
Nach der Preisverleihung gab es noch das Come-Together mit Essen und Getränken. Das war das offizielle Ende der MINT-Veranstaltung. Am Samstag sind wir früh losgefahren und waren gegen Mittag wieder zurück in Gießen.

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