Neuer Vorstand des Musikförderkreises gewählt

Geschrieben von Sabine Schuppe.

Am 18. Februar 2015 wurde im Rahmen der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung des Musikförderkreises ein neuer Vorstand gewählt: Erster Vorsitzender ist nun Heiko Hoffmann, zweite Vorsitzende Susanne Oehler. Der Vorstand wird außerdem vertreten durch Schatzmeisterin Michaela Müller Kunz und Schriftführerin Liane Wörner.

Der Fachbereich Musik dankt dem bisherigen Vorstand unter dem Vorsitz von Herrn Thomas Preuße für die wertvolle Unterstützungsarbeit und hofft auch weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit dem neugewählten Vorstand.

"So etwas erlebt man nur einmal im Leben"

Geschrieben von Barbara Czernek.

GIESSEN/BERLIN - "So etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben", sagte Chorleiter Peter Schmitt strahlend und gelöst nach dem Ende der offiziellen Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertags im Berliner Reichstag (der Anzeiger berichtete). Auf Einladung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hatte der rund 70-köpfige Oberstufenchor die Feier musikalisch mitgestaltet. Entsprechend aufgeregt waren die Schüler und der Chorleiter vor der Sendung, die am Sonntagmittag live aus dem Bundestag übertragen wurde. Und groß war die Erleichterung hinterher. Ein Kurzauftritt beim anschließenden Empfang unter der Kuppel rundete den gelungenen Auftritt ab.

Vergessen war in diesem Moment die harte und intensive Probenphase des vergangenen halben Jahres. "Um so etwas auf die Beine zu stellen, wird allen viel Engagement außerhalb der Schule abverlangt. So mussten wir einige Sonderproben einschieben, um einen stimmigen Klangkörper herauszuarbeiten", erläuterte Schmitt. Das erfordere ein hohes Maß an Konzentration, Disziplin und viel harte Arbeit.

Veranstalter der Gedenkfeier ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, für die musikalische Umrahmung ist der Bundesrat verantwortlich. Der derzeitige Bundesratspräsident und bekennender Gießener Volker Bouffier holte gerne den Oberstufenchor der "Lio" in die Hauptstadt, weiß er doch um seine Qualitäten. Bei dem Empfang dankte er den Schülern und Lehrern für die herausragende musikalische Präsentation, die den Liebigschulchor auf Augenhöhe mit bekannten Chören wie dem Tölzer Knabenchor oder dem Leipziger Thomanerchor stellt.

Die Liedauswahl wurde dem Chorleiter überlassen, sie musste lediglich dem Anlass entsprechend sein. Schmitt, der über eine mehr als 30-jährige Erfahrung als Leiter verschiedenster Chöre verfügt, wählte mit sehr viel Bedacht die Werke aus. Er schaffte damit eine musikalisch in sich stimmige Punktlandung, die dem Chor zwar einiges abverlangte, ihn jedoch nie überforderte. Zu Beginn sangen die Schüler wunderbar leicht anmutend das "Ave verum" von Camille Saint-Saens. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Markus Meckel, der Lesung von Kathelijn und Philipp Kocks war das "Abendlied" von Joseph Gabriel Rheinberger zu hören, das wie ein Klagelied über den Verlust der vielen Toten der letzten Kriege klang. Dies leitete über zur Gedenkrede des ehemaligen israelischen Botschafters Avi Primor. Den musikalischen Höhepunkt setzten die Sängerinnen und Sänger mit der Trauermotette "Wie liegt die Stadt so wüst" von Rudolf Mauersberger, der diesen Chorzyklus unter dem Eindruck der völlig zerstörten Stadt Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg verfasste. Treffender konnte es nicht sein. Mit der Nationalhymne endete die Darbietung.

Für den Auftritt am Sonntag war die Gruppe bereits am Freitagmorgen um 6.30 Uhr in Richtung Berlin gefahren; zurück nach Gießen kam sie erst gegen 23 Uhr am Sonntag - und am Montag war regulär Unterricht. Viel von der Hauptstadt gesehen haben die Schüler nicht - zu sehr ausgefüllt waren die Tage mit dem vorgegebenen Programm und den Proben.

Am Freitagnachmittag waren die Gießener Gast der Hessischen Landesvertretung und bekamen einen authentischen Eindruck über das DDR-Unrechtssystem durch den Bericht der Zeitzeugin Jutta Fleck, die als "Frau vom Checkpoint Charlie" bekannt wurde. Ihre Schilderungen über Verhaftung, Foltermethoden und Repressalien beeindruckten die Gruppe, die sie wissbegierig aufnahm. Samstagvormittag probte der Chor intensiv die Stücke in der Landesvertretung, nachmittags wurde im Plenarsaal der Ablauf minutiös geübt. Nichts wurde dabei dem Zufall überlassen. Mehrmals wurde der gesamte Ablauf durchgespielt: Wann sie aufstehen oder sich setzen sollten. Und zwischendrin wurden die Redebeiträge vorgetragen, damit der zeitliche Rahmen nicht über schritten wird. Zumindest lag es nicht an dem Chor, dass die Übertragung am Sonntag doch 13 Minuten länger war als ursprünglich geplant. Eine ursprünglich angesetzte Gesangsprobe für Samstagabend wurde abgesagt, zu anstrengend war die Vorbereitung am Nachmittag gewesen. Da blieb auch kein Raum mehr für Ausflüge in das Berliner Nachtleben.

Der Sonntag stand komplett unter der Konzertvorbereitung, die bereits um 8.30 Uhr mit der Generalprobe startete. Bis zum Auftritt war etwas Zeit, diese wurde mehr zur Entspannung und Konzentration genutzt, zumal das Wetter mit leichtem Nieselregen nicht zum Spaziergang "Unter den Linden" einlud.

Der Auftritt des rund 70 Schülerinnen und Schüler umfassenden Oberstufenchors der Liebigschule war der bisherige Höhepunkt einer kontinuierlichen musikalischen Arbeit an der Liebigschule. "Ein solches Ergebnis konnten wir nur erzielen, da der gesamte Fachbereich Musik an der Liebigschule ein gutes Team ist", sagte Peter Schmitt ergänzend.

Gelungener Auftritt im Reichstag

Geschrieben von Gießener Anzeiger, Czernek.

ChorReichstag

Der Oberstufenchor der Liebigschule beeindruckte mit seiner rundum gelungenen Leistung während der offiziellen Gedenkfeier zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin. Auf Einladung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hatte der Chor die schwerpunktmässige Ausgestaltung der Feierstunde übernommen. Mit den Werken "Ave verum" von Camille Saint Saens, dem "Abendlied" von Joseph Rheinberger und "Wie liegt die Stadt so wüst" von Rudolf Mauersberger hatte der Chorleiter Peter Schmitt eine Punktlandung vollbracht, die anschließend von den Veranstaltern, dem Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge und dem Bundesratspräsidenten Volker Bouffier sowie den Gästen entsprechend gewürdigt wurde. 

Die Veranstaltung befasste sich mit dem Gedenken aller Kriegstoten vor dem Hintergrund des Ausbruchs des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren (ausführlicher Bericht folgt).

SchmittReichstag

Reisebericht: Konzertfahrt des Oberstufenchores der Liebigschule nach Pennsylvania/USA.

Geschrieben von Janina Kruse.

Am Dienstag den 23. September 2014, brachen wir, der Oberstufenchor der Liebigschule, in Begleitung unserer Musiklehrer Peter Schmitt, Jörg Abel und Sabine Schuppe, auf, um unsere lang geplante USA-Reise endlich in die Tat umzusetzen. Genau genommen handelte es sich um einen Auswahlchor von insgesamt 51 Sängerinnen und Sängern, unter denen sich auch einige ehemalige Schüler der Schule befanden. Nach der elfstündigen Reise mit Bus und Flug nach New York und der Weiterfahrt von dort mit dem Bus durften wir um 14:00 Uhr (Ortszeit) unsere Gastfamilien kennenlernen, bei denen wir untergebracht waren und die uns während unseres Aufenthaltes in Kingston (Pennsylvania) begleiten sollten.

Chor der Klassen 8 - Q4 beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar

 Am Mittwoch Nachmittag ist es so weit: Der Chor macht sich auf den Weg, um Weimar zu erobern. Dort findet in dieser Woche der Deutsche Chorwettbewerb statt. Zur Teilnahme an diesem erstklassigen Ereignis hat sich der Chor unter der Leitung seines Dirigenten Peter Schmitt am 8.11.2013 beim Hessischen Chorwettbewerb in Schlitz mit einem 1. Preis qualifiziert.

Am Donnerstag wird das über 100-köpfige Ensemble um 10 Uhr in der Weimar-Halle auftreten und sich der Bewertung durch eine international erfahrene Jury stellen. Auf dem Programm stehen die in den vergangenen Schulkonzerten bereits vorgetragenen Lieder "Christus factus est" von Anerio, die Motette "Wie liegt die Stadt so wüst" von Mauersberger, "Und unser lieben Frauen" von Max Reger und das Volkslied "Wach auf, meins Herzens Schöne" im Satz von W. Rein.

Einzelheiten und Programm der teilnehmenden Chöre unter www.deutscher-chorwettbewerb.de

Wir wünschen viel Erfolg!